Weil es unser Stadtteil ist…

Drei Quartiersmeister kümmern sich um Sauberkeit und Ordnung – Neue Chancen durch Sozialen Arbeitsmarkt

(AL) Wenn Andreas Bonikowski, Helmut Yavuz und Armin Klimmek (im Bild von links) durch Rotthausen laufen, haben sie nur eines im Sinn: Ordnung und Sauberkeit im Quartier. Die Bürgerinnen und Bürger kennen sie längst – als engagierte Quartiersmeister in Rotthausen.

Dass das Trio „auf Streife“ gehen kann, verdanken die Männer dem Quartiersbüro Rotthausen. Seit Anfang April sind sie über das vom Bund geförderte Projekt „Sozialer Arbeitsmarkt“ im Einsatz, damit Rotthausen „gut in Schuss“ bleibt. Armin Klimmek: „Ein Quartiersservice-Mitarbeiter kümmert sich um wilden Sperrmüll oder abgemeldete Autos, die herumstehen. Wenn Bürger uns auf Missstände aufmerksam machen oder wir auf unseren Touren wilde Müllkippen entdecken, dann melden wir unsere Beobachtungen beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) oder den Gelsendiensten.“ Sie alle sind froh, nach einer langen Zeit des Suchens im Quartiersservice eine sinnvolle und zugleich sehr angesehene Arbeit gefunden zu haben. Dass viele Langzeitarbeitslose in Gelsenkirchen nach so einer Perspektive suchen, sagt Klaus Mais, Mitarbeiter der Arbeitsförderungsgesellschaft Gafög: „Leider ist es nicht so einfach in Gelsenkirchen Arbeit zu finden. Daher ist dieses Projekt so wichtig. Hier wird Langzeitarbeitslosen eine Perspektive geschaffen. Viele sind unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht. Diesen Menschen eine Chance zu geben, sich neu zu finden – das schafft das Projekt Quartiersservice“. Die Schlüsselrolle bei der Umsetzung spielt das Jobcenter Gelsenkirchen in Kooperation mit Gafög, AWO, Caritas und Stadt, die die Quartiersmeister anstellen und begleiten. Seit Anfang 2019 haben 65 Langzeitarbeitslose einen Job im Quartiersservice gefunden. In Gelsenkirchen ist das Projekt in die städtische Initiative „Weil es meine Stadt ist…“ eingebunden.