So können Unterhaltszahlungen von der Steuer abgesetzt werden

Expertentipp von Dipl.-Kaufmann Ralf Spannenkrebs

Eine der bekanntesten Formen von Unterhalt ist die finanzielle Unterstützung für den geschiedenen Partner. Wer für seine Ex-Frau oder den Ex-Mann Unterhalt zahlt, kann das Geld auf zwei Arten von der Steuer absetzen: Entweder in Form des Realsplittings als Sonderausgabe und dann bis zu 13.805 Euro im Jahr oder als außergewöhnliche Belastung und dann höchstens 9.000 Euro für 2018. Wer die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für den Ex-Partner übernimmt, kann diese Beträge zusätzlich absetzen.
Ebenso bekannt dürfte die zweite Variante der Unterhaltsleistungen sein: der Unterhalt für leibliche oder adoptierte Kinder. Zahlt ein Elternteil für sein Kind Unterhalt, kann derjenige maximal 9.000 Euro im Jahr 2018 absetzen. Allerdings nur dann, wenn für das Kind kein Kindergeld mehr fließt. Wenn das Kind mehr als 624 Euro im Jahr dazu verdient, verringert das den absetzbaren Betrag. Das gleiche gilt auch für den Verdienst des Ex-Gatten, wenn der Unterhaltszahler den Unterhalt als außergewöhnliche Belastung absetzt.

Die letzte Form im Bereich Unterhalt ist die finanzielle Unterstützung für pflegebedürftige Verwandte. Anerkannt werden Unterhaltsleistungen nur für die eigenen Eltern, Groß- oder die Urgroßeltern, Geschwister, Kinder oder Enkel. Das Geld gilt als außergewöhnliche Belastung. Wie bei außergewöhnlichen Belastungen üblich, kann erst der Betrag voll abgesetzt werden, der über der eigenen zumutbaren Belastungsgrenze liegt.

Mehr Infos:
Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. , Steuerberater Ralf Spannenkrebs, Telefon 0209/94578231