Schauspieler proben für Passionspiele 2020

Bibelkunde mal anders: Die Passionsspiele in Rotthausen veranschaulichen 2020 zum dritten Mal den biblischen Bericht vom Leiden und Tod Jesu Christi.
Zwischen Samstag, 7. März und Ostersonntag, 12. April 2020, sind zehn Aufführungen geplant. Das Laienschauspiel geht auf die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach zurück. Sie gestaltet den Evangelienbericht musikalisch und ergänzt ihn durch Choräle und hinzugedichtete Texte.
Austragunsgort die evangelische Kirche im Quartier sein

Johannes-Passionsspiele: Neuer Regisseur sucht noch 35 Darsteller

Die Bühne vor dem roten Vorhang ist das Reich des erfahrenen Schauspielers und Regisseurs Ulrich Penquitt.

Schauspieler und Regisseuer Ulrich Penquitt tritt das Erbe des verstorbenen Regieführers Elmar Rasch an

(ER) Nachdem bereits 2013 und 2015 erfolgreiche Passionsspiele in der Evangelischen Kirche in Rotthausen stattgefunden haben, wird es 2020 eine Neuauflage geben. Die Regie übernimmt diesmal Ulrich Penquitt als Nachfolger von Elmar Rasch.

Noch zu Lebzeiten plante der inzwischen verstorbene Rasch neue Aufführungen. Der ehemalige Jesus-Darsteller Jesse Krauß sprach nun Ulrich Penquitt, Schauspieler und Leiter des Trias-Theaters Gelsenkirchen an, ob dieser Raschs Erbe antreten wolle, um die Inszenierung einer neuen Passion zu übernehmen.

Penquitt folgte der Idee und nahm Kontakt zu Pfarrer Rolf Neuhaus auf, um ihn für die Passionsspiele zu gewinnen. Auch der Darsteller des Teufels in 2015 und ehemalige Pfarrer Rolf Rainer Borkowski war bereit, die Fassung von 2015 zu aktualisieren. So flossen Themen, wie die Flüchtlingskrise, Migration und Integration vor dem Hintergrund der christlichen Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit in die Bibelpassage ein.

Danny Tristan Bombosch komponiert zu dem Stück die Musik und Angela Heid-Schilling kreiert die Kostüme. Mit beiden hat Ulrich Penquitt schon zusammengearbeitet. Sie sind also ein eingespieltes und erfolgreiches Team. Auch zehn Darsteller vom „alten Stamm“ sind wieder dabei.

Penquitt studierte zunächst Sozialpädagogik. Beim Straßentheater mit Freunden stellte sich deutlich seine Neigung und Faszination für diesen Beruf heraus.

In Castrop-Rauxel spielte er im Kinder- und Jugend-Theater, besuchte die Westfälische Schauspielschule Bochum, absolvierte Regie- und Camera-Acting-Workshops am Athanor-Theater in München. Er kam zurück nach Gelsenkirchen zum Musiktheater und bekam Engagements in Filmen und im Fernsehen.

Doch Penquitt wollte selbstständig werden und betreibt seit 2000 das Trias-Theater-Ruhr in Gelsenkirchen. Er ist vielseitig, spielt, schreibt Stücke selbst und führt Regie, beispielsweise bei Aufführungen in der Flora. Die neue Version der Johannes-Passion liegt ihm sehr am Herzen. Er hofft auf viele neue Darsteller, und darauf dass es ein erfolgreiches Theaterstück für alle Akteure und vor allem die Zuschauer wird.

Spielfreudige Menschen werden gesucht

Es werden noch etwa 35 spielfreudige Menschen im Alter von 18 bis 98 Jahren gesucht. Es ist keine Schauspielerfahrung notwendig, es gibt auch stumme Rollen. Zuverlässigkeit ist wichtig, um die Aufführungstermine einzuhalten, und Interesse am Thema, wobei Religionszugehörigkeit keine Voraussetzung ist. Zudem sollte gerne in der Gruppe gearbeitet werden sowie die Lust und der Spaß am Theaterspielen vorhanden sein.

Unterstützt werden die „Neuen“ von erfahrenen Schauspielern. Das Engagement ist ehrenamtlich, also ohne Bezahlung. Ab Oktober wird zwei Mal wöchentlich in der Evangelischen Kirche Rotthausen, Steeler Straße 48, geprobt, 2020 dann auch intensiver. Vorgesehen sind zehn Vorstellungen zwischen dem 7. März bis Ostersonntag, 12.?April 2020.

INFO: Interessierte können sich bei Ulrich Penquitt telefonisch unter 0209-39169 oder per E-Mail unter info@triastheater.de melden.