Rowdies rasen weiter durchs Quartier

Abgemeldete Autos am Straßenrand – wie hier an der Achternbergstraße – sind in Rotthausen keine Seltenheit. Auch auf dem Rotthauser Markt stehen sie und nehmen Parkplätze weg.

Schemannstraße bleibt Schwerpunkt für Temposünder: Präventionsrat kündigt bauliche Maßnahmen an

(JP) Fahrzeuge brettern über den Gehweg der Schemannstraße und gefährden Fußgänger. Damit soll bald Schluss sein. Zusammen mit dem KOD und der Polizei möchte der Präventionsrat verkehrsberuhigende Maßnahmen installieren.
Auch der WDR wurde auf die Problematik aufmerksam und berichtete in der „Lokalzeit“. Schwerwiegende Verletzungen gab es noch nicht. Das soll auch so bleiben. Auch abgemeldete und widerrechtlich parkende Fahrzeuge sorgen für Ärger.

Schrottautos am Straßenrand, Raser, Ratten und Rostlauben verärgern Anwohner: Präventionsrat verspricht Verkehrsberuhigung und Abhilfe

Die Polizei verzeichnet in ihren Statistiken für Rotthausen weiterhin nur wenige Einbrüche oder andere Straftaten. Dennoch haben Polizei und der Kommunale Ordnungdienst (KOD) viel zu tun. Verärgerte Bürger berichten bei der Sitzung des Präventionsrates über abgemeldete und falsch parkende Fahrzeuge, Müll, Temposünder und Rattenbefall an der Sparkasse.

„Die Ratten werden von den Hauseigentümer bekämpft“, versicherten Andreas Lange und Peter Müller vom Rotthauser Präventionsrat. Die Problematik mit den unegliebten Nagetieren ist nur einer von vielen Anspekten, an denen der Präventionsrat mit den Behörden arbeitet.

WDR berichtete über Raserei auf der Schemannstraße

Diese Zusammenarbeit trägt erste Früchte – auch wegen der verstärkten medialen Berichterstattung. Am 6. Juni strahlte der WDR in der „Lokalzeit“ einen Beitrag über die Arbeit des Präventionsrates aus. Lange und Müller schilderten dabei auch, wie zahlreiche Autos bei Gegenverkehr mit hoher Geschwindigkeit über den Gehweg der Schemannstraße rasen und dabei Fußgänger in Gefahr bringen.
„Dort werden in naher Zukunft verkehrsberuhigende Maßnahmen getroffen“, so Lange. Wie genau diese aussehen werden, steht aber noch nicht fest. Sicher ist aber, dass keine Blumenkübel als Hindernisse installiert werden.

Zu den weiteren Schwerpunkten gehören abgemeldete Fahrzeuge. Diese stehen oft über mehrere Tage und Wochen auf dem Rotthauser Markt oder an anderen Stellen im Stadtteil. Die Autos versieht der KOD mit orangenen Warnzetteln.

Abgeschleppt werden diese erst nach Ende einer vierwöchigen Frist, wenn die Fahrzeuge bis dahin nicht bewegt wurden. „Da sind uns leider etwas die Hände gebunden. Eine rechtliche Ausnahme gibt es nur, wenn von den Fahrzeugen eine Gefahr ausgeht“, erklärte eine Vertreterin des KOD.

Gleiches gilt für die widerrechtlich parkende Lkws, Transporter und Pkws auf dem Mittelstreifen der Steeler Straße. Die Fahrzeuge werden überwiegend in den Abendstunden nach Feierabend abgestellt. Auch Wohnwagen oder Anhänger befinden sich an dieser Stelle. Die dortigen Parkplätze wurden ursprünglich für Flachglas-Mitarbeiter angelegt. Mit einer Breite von 2,5 Metern sind diese nur für Pkw ausgelegt.

Der KOD versprach den anwesenden Bürgern, auch nach 18 Uhr dort Streifen hinzuschicken. Die Schwierigkeit: Die betroffene Zeitspanne ist für den KOD noch eine Grauzone. Es sind zwar noch Streifen unterwegs, allerdings sind nach 18 Uhr keine Mitarbeiter mehr telefonisch in der Zentrale zu erreichen.

KOD weitet Erreichbarkeit aus: jetzt von 6 bis 18 Uhr

Deshalb informierten Anwohner die Polizei über den Sachverhalt. Diese rückte jedoch nicht aus, da sie nur für den fließenden Verkehr zuständig ist. „Wir schauen uns die Situation mit abgestellten Fahrzeugen nur an, wenn der Verdacht besteht, dass ein Diebstahl vorliegt“, erklärte Burkhard Kalisch, zuständiger Bezirksbeamter der Polizei.

Polizei (110) und KOD (0209/1693000) betonten zudem erneut, wie wichtig es sei, Vorfälle sofort telefonisch oder Müllansammlungen über die „GEmeldet“-App samt Fotos zu melden. „Gelsendienste beseitigen Verschmutzungen dann innerhalb kurzer Zeit“, bestätigte Peter Müller.