„Rotthausen – gesund und munter“: Quartiersakteure sollen Netzwerk bilden

Aus dem Stadteil für den Stadtteil: Neues Gesundheitsprojekt setzt auf Bürgerbeteiligung

(JP) Innerhalb von fünf Jahren möchte das Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der AWO die Lebensqualität der Rotthauser Bürger weiter verbessern. Projektleiterin Theresa Weddeling (Stadt) und Projektkoordinatorin Carolin L’Episcopo (AWO) identifizieren die vernetzten Institutionen – wie Kitas, Schulen, Vereine und Kirchen – als große Stärke. Diese wollen sie für einen gesunden Stadtteil nutzen.

Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Gelsenkirchen und der AWO richtet sich an kinderreiche Familien, alleinerziehende Eltern, aber auch ältere, mobilitätseingeschränkte Personen. Es wird von der Technniker Krankenkasse finanziert.„Kurzfristig fokussieren wir die Bereiche Ernährung, Bewegung und Suchtvorbeugung“, fassten Theresa Weddeling und Carolin L’Episcopo bei der Sitzung des Rotthauser Netzwerkes im April zusammen: „Es können viele Aktionen von und mit Bürgern geplant werden – wir können beispielsweise zusammen mit Familien und Netzwerkpartnern Workshops zum Thema Frühstück weiterentwickeln.“

Projekt koordiniert Stadtteilinstitutionen

Einen solchen Workshop hatte zuletzt die AWO auf Wunsch der Eltern im Quartierszentrum an der Karl-Meyer-Straße veranstaltet, wie L’Episcopo weiter ausführte. „So konnten wir zeigen, wie man z.B. günstig eingekauftes Gemüse zu schnellen Mahlzeiten für die ganze Familie vorbereiten kann. Das verringert den Aufwand in den Morgenstunden sehr.“ Ähnlich wie der Workshop zur schnellen, günstigen und gesunden Zubereitung eines Frühstückes könnten weitere Aktionen des gesundheitsfördernden Programmes aussehen. Dazu werden Kooperationspartner gesucht.

„Die verschiedensten Stadtteilinstitutionen werden in der kommenden Zeit kontaktiert. So können gemeinsame Maßnahmen initiiert werden. Dementsprechend sieht sich das Projekt „Rotthausen – gesund und munter“ als Koordinierungsstelle zwischen allen Stadtteilinstitutionen. Das bietet den Vorteil, vorhandene Strukturen – wie die Jugendarbeit der Kirchengemeinden, die Angebote der Fußballvereine oder Schulveranstaltungen – miteinander zu verknüpfen. „So müssen wir nicht von vorne anfangen, denn das Engagement vor Ort ist groß“, erklärte L’Episcopo.

Ein weiterer Schwerpunkt ist deshalb die Bürgerbeteiligung. „Die Gesundheitsbelange der Rotthauserinnen und Rotthauser sollen in den Stadterneuerungsprozess systematisch eingebracht werden“, so Weddeling.
Projektleiterin und Projektkoordinatorin setzen auf die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Um das gemeinsame Projekt im Stadtteil einzuweihen, wird es am 3. Juli von 17 bis 19 Uhr eine Auftaktveranstaltung im AWO-Quartierszentrum Rotthausen geben zu der alle herzlich eingeladen sind.