Quiz-App führt interessierte durch den Stadtteil

„Actionbound“ führt Projektkoordinator Oliver Zier auch zum Volkshaus. Dort hält die App interessante Fragen zur Funktion des Gebäudes bereit. Foto: Julian Preuß

Smartphone-Nutzer entdecken Rotthausen spielerisch – Fragen vertiefen Wissen über Geschichte und Kultur

(JP) Etwa 90 Minuten dauert die Tour der App „Actionbound“ entlang 14 Stationen, die bedeutsame Orte in Rotthausen markieren. Projektkoordinator Oliver Zier (41) vom aktuellen Forum plant mithilfe der App Seminare, in denen Gruppen den Stadtteil besser kennenlernen können.

„Wir möchten vor allem Jugendlichen zeigen, was ihre Umgebung zu bieten hat und ihnen Ecken zeigen, die sie vorher vielleicht noch nicht kannten“, erklärt Oliver Zier vom aktuellen Forum, einem kleinen Bildungsträger an der Schwarzmühlenstraße 104. Er betreut die App im Rahmen des Projektes „Kohle, Stahl und wir?!“. Das Besondere: Die kostenlose App „Actionbound“ liefert keine langweilige Führung, sondern eher eine digitalisierte Schnitzeljagd durch Rotthausen – verbunden mit interessanten Quizfragen zu den einzelnen Stationen. Hinweisschilder vermitteln vor Ort das erforderliche Wissen.

Ein Pfeil auf dem Bildschirm hilft, die angezeigten Ziele zu finden. Die rund zweieinhalb Kilometer lange Route startet an der Jugendwerkstatt Am Koprath. Danach führt sie beispielsweise zum ehemaligen Seilbahnstandort der Zeche Dahlbusch, zum Kolpinghaus oder zum Quartiersbüro. Sebastian Rasch, als Dozent beim aktuellen Forum tätig, erarbeitete die Route. Bei dieser einen Strecke durch den Stadtteil soll es aber nicht bleiben. „In Zukunft möchten wir Aktionbounds mit thematischen Schwerpunkten erstellen – abhängig von den Gruppen, die mitmachen“, erklärt Zier. Der 41-Jährige möchte beispielsweise die Hauptschule Am Dahlbusch oder die Konfirmanden der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde als Kooperationspartner gewinnen. „In diesen Zusammenhängen würde es sich anbieten, anhand von Actionbound mögliche Arbeitgeber oder Freizeitmöglichkeiten im Stadtteil zu entdecken“, ergänzt Zier.

Doch der Projektkoordinator möchte den Jugendlichen nicht einfach eine Strecke vorgeben. In einem mehrtägigen Seminar können die Teilnehmer die Quizstationen selber aussuchen, zusammenstellen und schlussendlich erkunden. So erleben die Jugendlichen spielerisch Kultur, Geschichte, Freizeit und vieles mehr in ihrem Stadtteil.

Internet:
www.aktuelles-forum.de