Querbeet durch die Welt der Kultur

Zehntägiges Festival im Metropolengarten über die Grenzen hinaus bekannt – Erstmals Sponsoren aus Rotthausen

Beeindruckende musikalische Lesung: Sanaz Zaresani trug Gedichte auf Farsi und auf Deutsch vor. Foto: Helmut Warnke

(win) Das Team vom Metropolengarten hat es geschafft: Mitten in der Corona-Zeit ist Querbeet 3.0 über die Bühne gegangen – ein zehntägiges Kulturfestival unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt, direkt hinter der Dahlbusch-Villa.

Die Besucher kamen wie viele der Künstler wieder aus dem gesamten Ruhrgebiet. Die Veranstalter waren am Ende rundum zufrieden.

Die meisten Zuschauer zog der Oldie-Abend mit der Band Superzeit aus Oberhausen. Auch der Auftritt der Musikschule Gelsenkirchen sei sowohl musikalisch als auch vom Publikumszuspruch her hervorragend gewesen, so Helmut Warnke, der das Festival gemeinsam mit Stefan Belz organisiert. An diesem Tag war auch das WDR-Fernsehen vor Ort, um über das kleine Festival in Rotthausen zu berichten.

Zweisprachige Kombination aus Lyrik und Musik

Warnkes persönlicher Höhepunkt war eine Kombination aus Lyrik und Musik: Sanaz Zaresani las Gedichte aus ihrem Band ­Silhouette auf Farsi und Deutsch, musikalisch begleitet von Santur-Spieler Kioomars Musayyebi, einem Profi auf seinem Instrument.

Warnke hatte aber auch eine Enttäuschung erlebt. Der Flamenco-Abend sei, für ihn überraschend, vor nahezu leeren Rängen erfolgt. Rückschläge wie dieser gehören aber dazu, und so blickt Warnke auch lieber auf die vielen positiven Seiten von Querbeet 3.0.

Beispielsweise, dass mit der GFW und Friedberg erstmals Rotthauser Unternehmen unter den Sponsoren zu finden waren. Oder dass die Gärtnerei Verse spontan Blumen für den Workshop mit geflüchteten Kindern gestiftet habe. Querbeet scheint anzukommen – in Rotthausen und weit über dessen Grenzen hinaus.


2021 wieder Sommerabende im T-Shirt – Vierte auflage vor den Ferien

Frühschoppen erweitert die Angebotsvielfalt

(win) Kaum ist die dritte Auflage erfolgreich beendet, da wird auch schon an die nächste gedacht. Querbeet 4.0 findet im Metropolengarten an der Villa Dahlbusch allerdings früher im Jahr statt, vom 25. Juni bis zum 4. Juli 2021, also unmittelbar vor den Sommerferien.

Dieser Termin hat den großen Vorteil, dass weitaus angenehmere Temperaturen in den Abendstunden herrschen dürften. Die etwas kühlen Abendtemperaturen waren nämlich laut Helmut Warnke das einzige Manko des Festivals. Geschuldet des wegen Corona verspäteten Termins.

Das Kulturfestival will seinem Namen auch künftig alle Ehre machen, also eine Vielfalt aus Musik verschiedenster Richtungen, Literatur, Malerei, Tanz und mehr bieten. So denkt Warnke an eine Schultheateraufführung.

Zur stets fortlaufenden Entwicklung von Queerbeet gehörten Änderungen. Das Konzept bleibt, wird dabei aber stets erweitert. So soll im kommenden Jahr bei der Bewirtung das Augenmerk auf biologischen Lebensmitteln liegen. Auch ein zusätzliches Angebot steht schon fest: Zweimal wird es einen musikalischen Frühschoppen geben.

Die Nachbarschaft soll dabei weiterhin weitestmöglich geschont werden. Nach Beschwerden im Vorjahr wegen zu hoher Lautstärke durften nach Vorgaben des Ordnungsamtes 80 Dezibel nicht überschritten werden, was unter Zuhilfenahme eines Schallmessgeräts auch regelmäßig überprüft wurde.

Die Corona-Vorgaben einzuhalten sei, so Warnke, kein Problem gewesen. Auch dank des ständigen Kontakts zum Gesundheitsamt. Für das Team vom Metropolengarten gehört Improvisation eh zum Alltag. Was den Charme des Festivals ausmacht. Ebenso die Einhaltung des durch den Namen gegebenen Versprechens: Kultur querbeet im Garten.