Neue Spielgemeinschaft rettet Frauenfussball

Die Fußballerinnen aus Rotthausen und Ückendorf kicken nun gemeinsam in der Kreisliga A Herne. Foto: SG Eintracht Rotthausen

Damenmannschaft der DJK TuS Rotthausen stand kurz vor der Auflösung – Kooperation ermöglicht den Spielbetrieb

(JP) Seit Juli 2019 gibt es die Spielgemeinschaft Eintracht Rotthausen. Dabei handelt es sich nicht um einen neuen Verein im Stadtteil, sondern um das neu gegründete gemeinsame Frauenfußball-Team der SG Eintracht Gelsenkirchen und der DJK TuS Rotthausen.

Zusammen mit Geschäftsführerin Anja Küpper kümmert sich Guido Schalt als stellvertretender Geschäftsführer um die Geschicke des Rotthauser Frauenfußballs. Dass es in dieser Saison noch eine Mannschaft aus 16 Spielerinnen gibt, grenzt fast an ein Wunder.

„Der Frauenfußball ist in Gelsenkirchen derzeit drastisch auf dem Rückzug. Es gibt nicht mehr viele Vereine, die so eine Abteilung anbieten“, konstatiert Schalt. Im vergangenen Sommer zählte die DJK TuS nur noch zehn Spielerinnen – zu wenig für eine Mannschaft mit Spielbetrieb.

„Der Kreis hat zwar die Möglichkeit geschaffen, eine Mannschaft mit neun Spielerinnen zu melden. Aber auch dafür haben uns die Leute gefehlt “, berichtet der stellvertretende Geschäftsführer. Er führt auch Gründe auf: „Einige Frauen wurden Mütter, andere haben sich beruflich verändert.“ Die SG Eintracht Gelsenkirchen aus Ückendorf kämpfte mit ähnlichen Problemen.

„Es gab allerdings viele Spielerinnen, die weitermachen wollten“, führt Schalt aus. Aus diesem Grund setzten sich die Rotthauser mit dem Vorstand der SG Eintracht zusammen. Das Resultat ist ein gemeinsames Team, das derzeit in der Kreisliga A Herne spielt.
Auch die Spielstätten werden von den Nachbarn gemeinsam genutzt. Die Hinrunde absolvierte das Team auf der Sportanlage Auf der Reihe. In der Rückrunde dient das Ückendorfer Südstadion als Austragungsort. Das Training findet ebenfalls auf beiden Anlagen statt: montags im Südstadion und mittwochs in Rotthausen, jeweils um 19.30 Uhr.

Die heimischen Kickerinnen stehen mit ihren Sorgen nicht allein da. In ihrer Kreisliga-Staffel wurden seit Saisonbeginn bereits drei der zwölf gemeldeten Mannschaften zurückgezogen