Mit dem E-Bike auf Tour

Räder mit Rückenwind – das „E-Bike-Geschwader“ nimmt Fahrt auf: Projektleiterin Nina Tepper (links) und Teamleiterin Silke Verlage (Mitte) mit Ulrike Augustin, Beate Wegener, Andrea Dumke und Annegret Kuhn (von links).

Innovative Versorgungsformen: APD erforscht Einsatz von Fahrrädern in der Hauswirtschaft

Eignen sich E-Bikes für den Einsatz in ambulanten Pflegediensten? Welche Akzeptanz haben die modernen Drahtesel zum Beispiel bei Mitarbeitenden der Hauswirtschaft? Antworten auf diese Fragen soll ein Pilotprojekt geben, das die APD (Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH) gestartet hat.

Fünf starke E-Bikes hat der APD-Kooperationspartner Fahrrad XXL Meinhövel Gelsenkirchen dem Pflegedienst in die Tiefgarage gestellt. Genutzt werden sie ab sofort von den Hauswirtschafterinnen der APD. Bei Interesse soll das Angebot auch auf interessierte Pflegekräfte der Ambulanten Pflege Mitte ausgeweitet werden.
Silke Verlage, Teamleiterin der Hauswirtschaft, hat passende Fahrten für ihre Mitarbeiterinnen ausgearbeitet: Eine Tour führt zum Beispiel über 4,1 Kilometer zu drei Einsatzstellen in der Altstadt und in Rotthausen. Eine zweite erstreckt sich über 6,1 Kilometer zwischen Altstadt und Schalke. Die Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand: Die meisten Touren stehen zwischen 8.30 und 14.00 Uhr an – in Zeiten der Rush Hour. Da fällt es häufig schwer, am Zielort in der City Parkplätze zu finden. Das lästige Suchen und Einparken fällt beim E-Bike weg. Auf der anderen Seite dürfen die Anfahrtwege nicht zu lang sein. Auch das Einkaufen bereitet Probleme. Kleinigkeiten lassen sich auf dem Rad verstauen, sperrige Wasserflaschen dagegen nicht.
Wenn das Pilotprojekt beendet ist, trägt Nina Tepper, Verwaltungskraft bei der APD und Bachelor-Studentin des Sozial- und Gesundheitsmanagements an der FOM in Dortmund die „Erfahrungen“ ihrer Kolleginnen in einer Befragung zusammen. Die Idee dazu entstand im Zusammenhang mit Teppers Studienarbeit „Innovative Versorgungsformen“. Grundsätzlich rechne die APD nicht damit, durch die E-Bikes die Anzahl der Autos reduzieren zu können, so Tepper. Auch werde das Fahrradfahren keinesfalls verpflichtend für die Mitarbeitenden. Viel wichtiger und interessanter für die Teams sei jedoch ein flexibler Mix der Fortbewegungsmöglichkeiten. Die Erkenntnisse der Testfahrten fließen auch in die Bachelor-Arbeit Teppers ein, die mit dem Fokus auf ambulante Pflegedienste das Thema E-Mobilität und Arbeitgeberattraktivität beleuchtet. Neben der APD, die E-Fahrzeuge bereits seit vielen Jahren einsetzt und in der Tiefgarage eigene E-Zapfsäulen installiert hat, werden auch Pflegeschulen befragt.

Für Ein- und Aufsteiger:
karriere.apd.de