Mini-Rotthausen lässt Nostalgiker schwärmen

Ein Modellnachbau im Maßstab 1:87 bietet einen lebendigen Einblick in das historische Rotthausen der 1960er Jahre. Der Höhepunkt: Ein Abbild des alten Bahnhofs.
Das alte Bahnhofsgebäude wurde in den 70ern abgerissen. Die Nachbildung erinnert an den ehemaligen Knotenpunkt für den Güter- und Personenverkehr. Die Modelleisenbahnfreunde Gelsenkirchen haben auch Villa Dahlbusch, Kokerei, DELOG, die evangelische Kirche und weitere markante Gebäude im Mini-Format aufgebaut.

Das alte Rotthausen im Miniaturnachbau

Liebevolle Gestaltung der Modell-Eisenbahn-Freunde Gelsenkirchen ermöglicht Rückblick auf das Quartier rund um den Bahnhof in den 60ern – Zeche, Markt und Straßenbahnen wecken Erinnerungen

(win) Die Modell-Eisenbahn-Freunde (MFE) Gelsenkirchen sind in Schalke beheimatet. Herzstück ihrer Anlage im Keller der Sternschule ist allerdings der ehemalige Rotthauser Bahnhof. Neben diesem finden auch viele weitere liebevolle Nachbildungen bekannter Rotthauser Gebäude, wie sie sich in den 60er Jahren präsentierten.

„Rotthausen war eine gute Entscheidung“, sagt Gründungsmitglied Norbert Berrischen. „Die Vielfalt ist durch das Gleisdreieck viel größer.“ Den Ausschlag, den Rotthauser Bahnhof nachzubauen, gaben finanzielle Gründe. „Schalke hatte zu viele Weichen. Das wäre teuer geworden“, erinnert sich Detlef Mallon, der die Pläne besorgte und – wie alle – auch selbst Hand anlegte.
Alte Rotthauser werden beim Anblick von Vila Dahlbusch, evangelischer Kirche, Hirsch-Apotheke, einer Marktszenerie sowie kleiner Tankstelle, von Straßenbahnen und Zechenhäusern an ihre Kinder- und Jugendzeiten erinnert.

Maßgeblichen Anteil an dieser Szenerie hat der inzwischen verstorbene Klaus Fahl, der vom Schiffsmodellbau zu den Eisenbahnern gestoßen war. Der gewählte Maßstab 1:87 entspricht der gängigsten Nenngröße bei Modelleisenbahnen: H0. Um sich der Größe des Kellers anzupassen, wurden Gelände von DELOG wie auch Kokerei zwangsläufig ein wenig gestaucht.
Bis zum Tag der offenen Tür sollen auch noch Miniatur-Feldbahnen unter der Zeche rollen. Die Aussparung ist bereits vorgesehen. Und der Verein, seit seiner Gründung 1985 in der Sternschule beheimatet, hat noch einiges mehr zu bieten. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für Modelleisenbahner.