Kirche brennt zu Ostern

Das Gotteshaus brannte lichterloh: Die Feuerwehr setzte Drehleitern ein. Foto: Feuerwehr

Ermittler gehen von Brandstiftung aus – Zeugen gesucht

(J.H.) Am Ostermontag ist abends ein Feuer in der denkmalgeschützten Kirche St. Mariä Himmelfahrt ausgebrochen. Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Gegen 19.15 Uhr wurden laut Bericht der Feuerwehr die ersten Einheiten wegen unklarer Rauchentwicklung zur Kirche an der Richard-Wagner-Straße gerufen. Als die Kräfte eintrafen, stand die Sakristei bereits lichterloh in Flammen. „Das Feuer und der heiße Brandrauch hatten sich bereits den Weg in das Kirchenschiff gebahnt und fanden dort mit den hölzernen Wandvertäfelungen reichlich Nahrung.“

Über Drehleitern verhinderten die Einsatzkräfte eine weitere Ausbreitung des Feuers im Dachstuhl. Um alle Glutnester ablöschen zu können, kam noch eine Teleskopmastbühne der Werksfeuerwehr BP zum Einsatz. Gegen 2 Uhr war der Brand schließlich gelöscht.

St. Mariä Himmelfahrt wurde 1893/94 erbaut und an Fronleichnam 2007 außer Dienst gestellt. Unter Denkmalschutz stehen Kirche, Pfarrhaus und ehemalige Kaplanei seit dem 23. August 1993. „Die Höhe des Schadens können wir aktuell noch gar nicht beziffern“, sagt Probst Markus Pottbäcker. Dazu seien weitere Sichtungen nötig. Brandsachverständige gehen nach ersten Ermittlungen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Wer etwas gesehen hat, wendet sich an das Kriminalkommissariat 11 unter 0209 365 7112 oder an die Kriminalwache unter 0209 365 8240.