Gemeinsam für mehr Ordnung

Ulrich Husemann (links), Betriebsleiter der Gelsendieste und Hans-Joachim Olbering, Chef des Referates für Sicherheit und Ordnung der Stadt Gelsenkirchen bestätigen: Rotthausen ist sicherer und sauberer geworden.

Für subjektives Sicherheitsgefühl: Stadt und Gelsendienste rüsten auf – Mehr Kräfte auf den Straßen

(JP) Wie sicher und sauber ist Rotthausen wirklich? Ulrich Husemann, Betriebsleiter der Gelsendienste und Hans-Joachim Olbering, Chef des Referates für Sicherheit und Ordnung der Stadt Gelsenkirchen beantworteten diese Frage bei der November-Sitzung des Rotthauser Netzwerks. Beide verkündeten gute Nachrichten.

„Die Belastungszahlen gehen in Gelsenkirchen zurück“, erklärte Hans-Joachim Olbering und nannte aktuelle Zahlen des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD): „2019 hat der KOD 13.532 Aufträge bekommen, davon 1.180 in Rotthausen. Das entspricht einem Anteil von 8,7 Prozent.“ Im Vergleich zu anderen Stadtteilen sei dieser Wert im Mittelfeld einzuordnen. „Es gibt Stadtteile mit Einsatzanteilen von rund 14 Prozent. Andere kommen nur auf vier Prozent“, so Olbering. Da auch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) in Rotthausen zurückgehe, befinde sich der Stadtteil auf einem guten Weg.

Statistiken bestätigen subjektives Empfinden nicht

Gleichzeitig sah Olbering ein, dass die Wahrnehmung der Bürger von den Statistiken abweichen. „Verschmutzungen, abgestellte Schrottautos sowie beispielsweise Belästigung durch Lärm und Bettler auf der Karl-Meyer-Straße verunsichern die Bürger. Deshalb liegen die Objektivität und subjektives Empfinden oft weit auseinander“, begründete Olbering.

Um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen, setzt die Stadt Gelsenkirchen auf eine Ausweitung des KOD. Aktuell sind 29 Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auf Gelsenkirchens Straßen unterwegs. 2020 sollen es 35, 2021 50 Kräfte sein. Mit der Einrichtung der neuen Leitstelle (mo.-fr.: 7 bis 18 Uhr, 0209/169-3000) wurde die Grundlage geschaffen, eine bessere Erreichbarkeit zu erzielen. „Es ist beabsichtigt, die Zeiten noch auszuweiten“, so Olbering.

Bessere Maschinen fördern effiziente Straßenreinigung

Während sich der KOD auch um die Sichheit der Bürger kümmert, arbeiten die Gelsendienste daran, die Stadt sauberer zu machen. Dabei sollen vor allem neue Maschinen und Fahrzeuge helfen. Das Ziel: effizienteres Vorgehen der Mitarbeiter in der Straßenreinigung.

„Unsere Belegschaft wird immer älter und krankheitsanfälliger. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern, brauchen wir neue Techniken“, so Husemann. Dafür investieren die Gelsendienste beispielsweise in neue Kleinkehrmaschinen, Gluttons und rechtslenkende Fahrzeuge. Dazu zählen rechtsgelenkte Leichtverdichter und multifunktionale E-Fahrzeuge. So müssen die Fahrer nicht im fließenden Verkehr aussteigen. Durch kleinere und wendigere Maschinen können 30 Prozent mehr Gehwege gereinigt werden.Husemann machte aber deutlich: „Es braucht Zeit. Den großen Wurf gibt es nicht.“


INFO:

Orte häufiger Beschwerden und Kontrollen in Rotthausen:
Karl-Meyer-Straße (Einkaufszone), Turmschule, Schulhof Hauptschule am Dahlbusch (Zweigstelle), Steinfurth-, Saarbrücker-, Schonnebecker- und Schemannstraße, KiTa und Ev. Jugendzentrum Schonnebecker Straße, Rotthauser Friedhof

Rotthausen in Zahlen: Das neue Straßenreinigungskonzept:
199 Papierkörbe (239 Leerungen im Monat), 13 Hundekotbeutelspender, 1 Großkehrmaschine, 2 Kleinkehrmaschinen, 1 Glutton, 1 Kehrrichtsammelwagen mit Reiniger, 4 Fahrer und 2 Reiniger