Gemeinsam für eine starke Feldmark

Niels Funke und Dana Köllmann gehören zu den Gründsmitgliedern des Runden Tisches Feldmark. Foto: Julian Preuß

Runder Tisch sieht sich als Schnittstelle für Stadtteilarbeit – Zehnjähriges Jubiläum steht an

(JP) Gemeinsam für einen starken Stadtteil: Der Runde Tisch Feldmark verknüpft seit 2011 aktive Bürger, Vereine, Kitas, Seniorenheime und weitere Institutionen. Mit viel gemeinschaftlichem Engagement wertet die Initiative die Feldmark mit Festen, kreativen Ideen und einem guten Draht zur Stadtverwaltung auf.

Dana Köllmann (35) und Niels Funke (45) sitzen oft zusammen und sprechen über das, was ihnen am Herzen liegt: die Feldmark mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, ihren schönen Seiten, aber auch mit ihren Problemen. Beide gehören seit der ersten Stunde zum Runden Tisch Feldmark – einer Bürgerinitiative, die als Schnittstelle für Interessierte fungiert, die sich an der Stadtteilarbeit beteiligen möchten.

Ohne das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen gebe es vermutlich kein jährliches Stadtteilfrühstück, keine Theater- und Konzertabende oder auch keinen Film über das Leben in der Feldmark. „Wir spüren einen großen Bedarf bei den Feldmarkerinnen und Feldmarkern, zusammenzukommen“, berichtet Köllmann. Sie zählte 2011 zu den Gründungsmitgliedern des Runden Tisches. „Damals dachten wir uns, dass es gut wäre, ein Stadtteilnetzwerk zu gründen“, blickt die studierte Raumplanerin zurück.

Gesagt, getan. Gemeinsam mit dem Agenda-21-Büro wurde ein Gründerworkshop veranstaltet, aus dem die Bürgerinitiative hervorging. „Wir kannten bereits den Runden Tisch Schalke und gründeten so das Feldmarker Gegenstück – ohne Rechtsform, Vorstand und Mitgliedsbeiträge. Jeder darf kostenlos kommen und mitwirken“, führt Köllmann aus.

200 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich

Seitdem hat sich viel getan. Köllmann und ihre Mitstreiter halten mehr als 200 Interessierte aus der Feldmark auf dem Laufenden. Viele der Aktiven verbinden ihre beruflichen Tätigkeiten mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit beim Runden Tisch. „Wir verfügen über Kooperationspartner in allen Lebenslagen. Dazu zählen bespielsweise die Familienzentrum St. Antonius oder verschiedene Seniorenheime“, erläutert Köllmann.

Der Kern der Initiative besteht aus dem fünfköpfigen Koordinierungskreis. Marion Kleinert, Andreas Förster (beide interessierte Bürger), Nina Witzel (Generationennetz Gelsenkirchen) sowie Niels Funke (Volkshochschule) und Dana Köllmann (Vewo Wohnungsverwaltung) treffen sich alle vier bis sechs Wochen, um über verschiedene Projekte zu beraten.

Besonders stolz ist die Bürgerinitiative vor allem auf zwei Projekte: die Neugestaltung des Schillerplatzes (2014) und die Einrichtung der Buslinie 388 zwischen Rotthausen und der Feldmark (2019, die Rotthauser Post berichtete). Beides trieb der Runde Tisch Feldmark entscheidend voran. „Das sind zwei besonders große und sichtbare Aspekte. Wir wirken jedoch auch sehr viel im Kleinen“, so Köllmann.

Runder Tisch spricht Missstände an

Dazu zählt beispielsweise die aktive Teilnahme am Feldmarker Präventionsrat. So kommt auch der regelmäßige Austausch mit der Polizei, dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) oder anderen städtischen Abteilungen zustande. „Wir legen den Finger ebenfalls in die Wunde, wenn es sein muss und sprechen Missstände an“, sagen Köllmann und Funke und stellen gleichzeitig klar: „Der Runde Tisch nimmt gerne Anregungen entgegen. Er ist allerdings keine städtische Einrichtung, sondern ‚nur‘ ein Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger. Wer etwas bewegen möchte, sollte sich daher persönlich mit einbringen.“

Die Bürgerinitiative verfügt zudem über keine festen Räumlichkeiten. „Wir dürfen das K64 – ein ehemaliges Ladenlokal an der Küppersbuschstraße 64 – für unsere Treffen nutzen. Dort finden auch Veranstaltungen statt. Genau wie im Stadtbauraum an der Boniverstraße 30. Die Räume gehören uns allerdings nicht“, erklärt Köllmann. Auch in Sachen Räumlichkeiten gilt beim Runden Tisch: Es geht nur gemeinsam.

Kontakt:
quartiersprojekte@vewo-gmbh.de
Telefon: 0209/941130 (mo. bis do., 8.30 bis 12 Uhr)