Gefährliche Raupen befallen Bäume

Nicht ungefährlich: Mit dicker Schutzkleidung entfernt ein Mitarbeiter der Gelsendienste eine Ansammlung von Eichenprozessionsspinnern.

Der Eichenprozessionsspinner wurde auch im Quartier gesichtet – Spielplatz und Friedhof sind betroffen

(JP) Der Eichenprozessionsspinner ist seit einiger Zeit ein Dauerthema. Die mit Widerhaken versehenen Brennhaare können für Mensch und Tier gefährlich werden. Das darin befindliche Nesselgift Thaumetopein kann zu schweren allergischen Reaktionen führen. Auch das Quartier ist betroffen.

Insgesamt wurden sechs Bäume am Spielplatz an der Schemannstraße gezählt, die von den Raupen befallen wurden. Auf dem Rotthauser Friedhof sind den Gelsendiensten fünf Bäume bekannt, auf denen sich der Eichenprozessionsspinner ausgebreitet hat. Auch auf der Karl-Meyer-Straße wurden die Tiere an einem Baum in Richtung Penny-Markt gesichtet.

Brennhaare können Juckreiz auslösen

Die Brennhaare der Raupen sind mit Widerhaken versehen. Deshalb bleiben sie an Kleidung und Schuhen von Passanten genauso haften, wie an dem Fell von Tieren. Der Kontakt mit den giftigen Raupenhaaren kann zu einer toxischen und allergischen Reaktion führen. Eine solche Reaktion macht sich durch starken Juckreiz bemerkbar. Dieser kann mehrere Tage andauern. Auch eine Entzündung der Atemwege ist möglich, wenn die Haare mit dem Wirkstoff Thaumetopein eingeatmet werden.

Der Eichenprozessionsspinner befindet sich voraussichtlich noch bis Anfang Juli in der Verpuppungsphase.
Nur in dieser Zeit entwickeln die Tierchen die giftigen Brennhaare. Ihre Häutungsnester und die am Baum oder am Boden verbleibenden Verpuppungsgespinste bleiben jedoch eine ganzjährige Gefahrenquelle, wie die Gelsendienste bekannt gaben. Der lange Spätsommer 2018 und die klimatischen Bedingungen im Frühjahr 2019 haben dazu beigetragen, dass sich diese Raupenart optimal vermehren konnte.

Die Gelsendienste arbeiten eng mit der Feuerwehr und der Stadt Gelsenkirchen zusammen, um die Prozessionsspinner zu beseitigen. Bürgerinnen und Bürger können befallene Bäume über die „GE-meldet“-App, die Hotline 0209/95420 oder info@gelsendienste.de melden. Die Gelsendienste sind für die städtischen Grünanlagen, Friedhöfe und Kinderspielplätze verantwortlich.
Zusätzlich stehen sie auch privaten Eigentümern beratend zur Verfügung.