Friedberg: Bezirksregierung prüft Beschwerden

Heidemarie Reske steht vor dem Friedberg-Hoftor, durch das Sattelschlepper auf das Werksgelände gelangen. Das führe zu Lärm-, Staub- und Geruchsbelästigung, sagt die Anwohnerin. Foto: Julian Preuß

Anwohnerinitiative beklagt Lärm, Staub und Gestank: „Lebenswertes Wohnen ist hier nicht mehr möglich“

(JP) Der Konflikt zwischen Friedberg und den Anwohnern der Achternberg-, Saarbrücker- und Elsässer Straße schwelt weiter. Mittlerweile beschäftigt sich die Bezirksregierung Münster mit den Beschwerden der Anwohner, die außerdem eine Anwaltskanzlei aus Buer eingeschaltet haben.

In ihrer Eingabe bei der zuständigen Bezirksregierung in Münster beklagen sich die Anwohner, dass produktionsbedingter Lärm, Gestank und Dreck des Metallverarbeiters Friedberg ein „lebenswertes Wohnen“ verhindere (die Rotthauser Post berichtete). Davon betroffen: das Gebiet um die Achternberg-, Saarbrücker- und Elsässer Straße.

In der Eingabe bitten sie die Kontrollbehörde darum, „diese für die Anwohner nicht haltbaren Zustände rückgängig zu machen“, damit aus „dem jetzigen Industriegebiet wieder ein tatsächliches Wohngebiet wird“. Die zuständige Abteilung der Bezirksregierung prüft derzeit die Sachlage. Aus dem Schriftverkehr mit den Anwohnern geht hervor, dass ein erster, bei der Stadtverwaltung Gelsenkirchen angeforderter Bericht unvollständig war. Ein Sprecher der Bezirksregierung Münster bestätigte gegenüber der Rotthauser Post, dass auch in einem zweiten Bericht, den die Behörde ergänzend angefordert hatte, Informationen fehlten, beispielsweise Baupläne.

Erst nach Eingang dieser Dokumente – was im Laufe des Oktobers erwartet wird – könne eine abschließende Prüfung erfolgen und über mögliche Maßnahmen entschieden werden. Eine Stellungnahme der Firma Friedberg lag bis Redaktionsschluss (9. Oktober) nicht vor.