Förderwagen steht auf sicherem Grund

Auf einem festen Gleisbett begrüßt nun der Förderwagen die Besucher am nördlichen Eingang Rotthausens. Darüber freuen sich (v.l.) Paul Urbanczyk, Andreas Lange, Klaus Koschei (beide Netzwerk), Wilhelm Tax, Gerd Rehberg (beide GFW), erste Bürgermeisterin Martina Rudowitz und Felix Scholten (Netzwerk).

Netzwerk möchte auch an anderen Ortseingängen an Wirtschaftsgeschichte erinnern

(win) „Fest gemauert in der Erden…“ – wie Schillers Glocke, so steht nun auch der Förderwagen an der Schwarzmühlenstraße auf sicherem Grund. Schon seit Januar werden Besucher, die aus Richtung Feldmark nach Rotthausen kommen, an der Ecke Schwarzmühlenstraße/Auf der Reihe willkommen geheißen und an die Zeiten des Bergbaus erinnert. Nun steht der Wagen auf einem festen Gleisbett, gestiftet von GFW-Geschäftsführer Wilhelm Tax.

Nicht nur visuelle Beweggründe gaben den Ausschlag für den Unterbau. Vielmehr machte das immens hohe Gewicht diesen zwingend erforderlich. Dass nun auch ein optischer Gleichklang mit dem Förderwagen vor der Dahlbusch-Villa in der Steeler Straße besteht, ist wahrlich kein Zufall. Denn wie schon dort, so kümmerte sich auch beim neuen Stück der ehemalige GFW-Beschäftigte Paul Urbanczyk um die Umsetzung.

Gleisbett eine Spende von Wilhelm Tax

Nachdem der Wagen, der nur auf dem Kopf stehend transportiert werden konnte, nach der ersten Aufstellung vor Ort gestrahlt worden war, erhielt er nun durch Urbanczyk ein betoniertes Gleisbett samt Schotterboden.

Das Geschenk der Ruhrkohle AG ans Rotthauser Netzwerk hatte dieses von Beginn an vor Probleme gestellt. Schließlich gehört der Förderwagen 90886 aus Westerholt zu den größeren seiner Art. Er misst mehr als drei Meter und hat schon ein Leergewicht von 3,5 Tonnen, das durch das Auffüllen mit 4,5 Tonnen Kohle noch mehr als verdoppelt wurde. Ohne ordentliches Gleisbett wäre er wohl nach und nach im Boden versunken.

Der Dank des Netzwerks-Vorstands mit Klaus Koschei an der Spitze galt natürlich in erster Linie Wilhelm Tax. Der 96-jährige Ur-Rotthauser hat bereitwillig seine Privatschatulle geöffnet, erinnert er doch gerne an den Bergbau und an die Zeche Dahlbusch, wo er vor 82 Jahren seine Tätigkeit aufgenommen hat.

Wenn es nach Andreas Lange vom Netzwerk geht, sollen auch andere Eingangstore an die Wirtschaftsgeschichte Rotthausens erinnern, das noch zum Rheinland gehörte, als Wilhelm Tax geboren wurde. Lange denkt beispielsweise an eine große Schraube der 1884 gegründeten Schrauben- und Nietenfabrik August Friedberg oder eine Glasskulptur von Pilkington, das 1925 unter dem Namen Delog in Rotthausen mit der Glasverarbeitung begann.