Eine Stadtbäckerei mit Herz und Innovation

Eine vielfältige Auswahl an Brotsorten gehört zum traditionellen Bäckerhandwerk.

Elektrische Fahrzeuge statt Kutschenwagen: Trotz technischer Neuerungen zählt bei Gatenbröcker noch echtes Handwerk

Der Name Gatenbröcker ist in Gelsenkirchen nicht zu übersehen. Von insgesamt 30 Filialen im Stadtgebiet prangt das tropfenförmige Logo der selbsternannten Stadtbäckerei – die es in ausreichender Anzahl auch in weiteren Städten des westlichen Ruhrgebietes gibt.

Hinzu kommen nämlich zehn Filialen in Herten, jeweils fünf in Essen und in Bochum, vier in Gladbeck, drei in Herne-Wanne sowie je zwei in Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen. Mehr als 750 Mitarbeiter finden in den Filialen Arbeit. Wobei sich das Unternehmen in den kommenden Jahren anders aufstellen will. „Um unseren Kunden weitere Services und ein noch größeres Angebot bieten zu können, werden wir in den kommenden Jahren eher auf weniger, aber dafür geräumigere und größere Filialen setzen“, sagt Geschäftsführer Christian Leben.

Es ist ein Zeichen der heutigen Zeit. Obwohl Leben stolz anmerkt, dass im Gegensatz zu anderen Großbäckereien bei Gatenbröcker noch alles echte Handarbeit ist und nur meisterhafte Backkunst das Stammhaus verlässt, haben längst neuzeitliche Entwicklungen Einzug erhalten.

Im Sinne der Prozessoptimierung wurden viele Anlagen digitalisiert, traditioneller Schriftverkehr findet kaum noch statt, und auch bei der Zulieferung der einzelnen Filialen geht das Unternehmen neue Wege: Die elektrisch betriebenen und von der Deutschen Post bekannten Street-Scooter sind längst im Dauertest, in Zukunft soll die umwelt- freundlichere E-Mobilität bei Gatenbröcker langfristig eingesetzt werden.

Anfangs als kleine Backstube in der Kanzlerstraße

Welch ein Unterschied zu den Anfängen des Unternehmens, als der Vater des im vergangenen Jahr verstorbenen Gründers Friedrich Wilhelm Gatenbröcker von einer kleinen Backstube an der Kanzlerstraße noch mit einem historischen Kutschenwagen seine Brot- und Backwaren ausfuhr. Doch spätestens mit der Verlegung der Produktion an den heutigen Standort an der Weststraße nahm das Unternehmen merklich Fahrt auf – „allerdings nicht, ohne die Mitarbeiter aus dem Blick zu verlieren“, wie Christian Leben anmerkt: „Friedrich Gatenbröcker Junior war jeden Tag im Betrieb, hielt ein Schwätzchen mit den Angestellten und sorgte sich um das Wohlergehen aller.“ Das habe sich bis zum heu- tigen Tag gehalten: „Wir sind immer für unsere Mitarbeiter da“, so Leben.

Gatenbrücker sucht Azubis für das neue Ausbildungsjahr

Mit genau diesem familiären und menschlichen Anspruch wirbt der Bäckereibetrieb auch um künftige Kräfte. Nicht nur aus der Heimat. So arbeiten derzeit insgesamt vier Flüchtlinge aus Ghana, Syrien und Gambia bei Gatenbröcker und ergänzen mit ihrer Herzlichkeit und Mentalität das Azubi-Team. Für das neue Ausbildungsjahr ab August werden noch weitere angehende Bäckereifachverkäufer, Bäcker und Konditoren gesucht. Interessierte richten ihre aussagekräftige Bewerbung an den Stammsitz in der Weststraße.

Stadtbäckerei Friedrich Gatenbröcker GmbH
Weststraße 42
45891 Gelsenkirchen-Erle
Tel: 0209/ 7 00 88-0
www.stadtbaeckerei-gatenbroecker.de