DJK TUS Spendet 800 EURO für guten Zweck

Die beiden Trainer Tobias Klein und Sven Talhorst übergeben die Spende an Yvonne Rathke und Marlies Kessler von „Warm durch die Nacht“ (von links). Foto: Julian Preuß

Trainergespann verzichten auf Honorar – Hauptsponsor verdoppelt den Betrag

(JP) 800 Euro für die ehrenamtliche Obdachlosenhilfe „Warm durch die Nacht“: Tobias Klein und Sven Talhorst, Trainerduo der ersten Mannschaft der DJK TuS Rotthausen, sorgen für ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Auch der Hauptsponsor beteiligt sich.

Seit Anfang November ruht der Ball Corona-bedingt auf der Sportanlage Auf der Reihe. Seitdem dürfen keine Mannschaften mehr trainieren. Diese Tatsache brachte Tobias Klein und Sven Talhorst auf die Idee, ihr Trainerhonorar in diesem Zeitraum den Menschen zukommen zu lassen, die während der Pandemie nicht einfach zuhause bleiben können.

Die beiden Trainer unterstützten daher den Verein „Warm durch die Nacht“, der seit 2014 Obdachlose und Bedürftige mit warmen Suppen, Tee, Kaffee, anderen Lebensmitteln oder auch Decken hilft. „Es gibt Menschen, denen es aktuell wesentlich schlechter geht als uns. Wohnungslose können nicht zuhause bleiben, wie von der Regierung empfohlen“, sagte Klein, dessen Frau ebenfalls schon bei der Essens- und Getränkeausgabe half.

Klein und Talhorst sahen ihr Honorar in Höhe von 400 Euro daher bei „Warm durch die Nacht“ besser aufgehoben, als in einer Investition in neue Trainingsanzüge oder Bälle für den Verein.

Und damit nicht genug: „Avangard Malz“, langjähriger Partner des Fußballklubs, erhöhte die Spende um weitere 400 Euro. Klein und Talhorst freuten sich, dass ihre Aktion so viel Aufmerksamkeit erhalten hat. „Eure Arbeit ist viel mehr wert als unser Geld“, richtete Klein lobende Worte an Yvonne Rathke und Marlies Kessler, die den symbolischen Scheck für „Warm durch die Nacht“ entgegennahmen.

Die Ehrenamtlerinnen wussten auch gleich eine Verwendung für das Geld: „Wir brauchen neue Rucksäcke für die Draußenschläfer. Dazu Isomatten und Schlafsäcke.“ Bereits im Mai griffen die Rotthauser der Obdachlosenhilfe mit 600 Euro unter die Arme. Das Geld stammte aus dem Verkauf von Geisterspieltickets, virtuellem Kaffee, Bier oder Würstchen.