Die südlichsten Wohnhäuser der Stadt

Der Hof Brandhoff, vormals Vogelsangs Kotten, um das Jahr 1900 herum. Foto : Stadtteilarchiv

Der Vogelsangsberg ist die Grenze zu Kray und hat seinen Namen von einem alten Essener Hof

(win) Die Straße Vogelsangsberg bildet die Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Essen. Erst die Gebietsbegradigung vom 1. Januar 1967 sorgte dafür, dass die Häuser auf der nördlichen Seite nunmehr zu Rotthausen gehören.

Der Vogelsangsberg beherbergt seitdem die südlichsten Wohnhäuser der Stadt Gelsenkirchen. Auf Krayer Terrain ist ein einziges Gebäude postalisch dem Vogelsangsberg zugeordnet. Alle anderen Wohnhäuser befinden sich auf der gegenüberliegenden, also auf der Rotthauser Straßenseite.

Zu Beginn der 1990er-Jahre wurden nochmals kleinere Grenzverschiebungen vorgenommen. Bis dahin war die offizielle Stadtgrenze teils mitten durch die Häuser, ja durch deren Schlafzimmer, verlaufen.
Die Straße Vogelsangsberg verbindet die Essener Plaßhofsbankstraße und den Braukloh, über den sie noch ein Stück in einer Sackgasse hinausgeht, die schließlich am Feld von Brandhoffs Hof endet.
Der Name der Straße stammt vom Vogelsangs Kotten. Der spätere Brandhoffs Hof erstreckte sich über ein großes Gebiet der Gemeinden Rotthausen und Schonnebeck, in etwa im heutigen Bereich zwischen Portendiekstraße und Rotthauser Straße in Kray.

Das 1750 von Jesuiten erworbene und anschließend mit einem Kotten versehene Grundstück ging 1827 ins Eigentum der Familie Bernhard Vogelsang über. Dieser starb allerdings wenig später. Nach seinem Tod heiratete dessen Witwe Elisabeth Theodor Brandhoff, der schon 1829 selbst Witwer wurde und dem Hof seinen heutigen Namen gab.