Die Mauer ist auf

Der Bagger ruht – 40 Meter Mauer hat er am Westende der Hartmannstraße abgetrgen.

Wohnungsbau in der Hartmannstraße

(win) Es tut sich etwas in der Hartmannstraße. Die 100 Jahre alte Stützmauer hat an der Westseite 40 Meter eingebüßt. Dahinter befinden sich vier Flurstücke, auf denen Wohnhäuser errichtet werden sollen. Hinter dem weiterhin 300 Meter langen Bauzaun wird den Bauten das Feld bereitet. Die Hartmannstraße befindet sich im Wandel, hier sind mittlerweile moderner Mietwohnungsbau ebenso wie Einfamilienhäuser für kinderreiche Familien zu finden. Die Backsteinmauer bereitet den Anwohnern allerdings schon lange Sorgen.

Der größte Riss am Nordende verdeutlicht die Gefahr, dass jederzeit Backsteine aus der Stützmauer fallen können.

Die nach Norden und Westen abgrenzende Stützmauer entstammt den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Die etwa fünf Meter hohe Mauer trennt die tiefliegende Hartmannstraße vom ehemaligen Dahlbusch-Gelände im Westen und vom ehemaligen Dahlbusch-Anschlussgleis im Norden. Mit dem Dahlbusch-Grundstück wurde auch die Mauer veräußert.
2007 fielen erstmals gleich mehrere Steine aus der Mauer, die das ehemalige Dahlbusch-Gelände vom Wohngebiet abtrennt. Es wurde bei der Überprüfung keine akute Einsturzgefahr festgestellt.

Zuständig für die Sicherheit der Stützmauer ist der neue Grundstückseigentümer, der aber schon 2004 Insolvenz angemeldet hat. Seit 2009 steht nun schon ein Bauzaun vor der Mauer, um mögliche Schäden einzugrenzen. Erst war dieser nur gemietet, später dann gekauft worden, auch auf Betreiben des Bürgervereins Rotthausens.