Autoren beleuchten Straßennamen

Barbara Kloubert steckte ihren Lebensgefährten Klaus Ellenbeck mit ihrer Leidenschaft für historisches Schreiben an. Zusammen planen sie weitere Veröffentlichungen.

Rotthauser Klaus Ellenbeck veröffentlicht gemeinsam mit seiner Partnerin ein Gelsenkirchener Lexikon

GI) Das Autorenpaar Barbara Kloubert und Klaus Ellenbeck, sie aus Bulmke, er aus Rotthausen, haben im Juli 2019 das Buch „Straßen in Gelsenkirchen“ veröffentlicht. Dieses Buch ist ein Lexikon über die Gelsenkirchener und Rotthauser Straßennamen sowie ihre Entstehung. Es informiert über 1530 Gelsenkirchener Straßen, deren Entwicklung sowie Herkunft und Bedeutung ihrer Namen.

Auch Straßen, die heute nicht mehr existieren, ist ein Kapitel gewidmet. Diese rund 600 historischen Straßen sind zu diesem Zweck in einem Schlagwortregister aufgeführt.

Kloubert und Ellenbeck erzählen beispielsweise die Geschichte der Hohoffstraße und des Vossgrabens – zwei Namen, die aktuell in Rotthausen diskutiert werden.
Für die an der Geschichte der Stadt und des Stadtteils Interessierten findet sich eine Fülle an Daten und Fakten, aufgelockert durch mehr als 250 Abbildungen. „Zusammen haben wir ein ganzes Jahr an diesem Projekt gearbeitet“, berichtet Klaus Ellenbeck, der früher als Ingenieur auf dem ganzen Globus unterwegs war. „Für die Städte Essen und Bochum existierten bereits ähnliche Lexika. Nur in Gelsenkirchen fehlte so ein Werk“, schildert Ellenbeck, der Gelsenkirchen im Alter von etwa 20 Jahren verließ .

Bereits im Oktober 2018 veröffentlichten Kloubert und Ellenbeck das Buch „Grabstätten in Gelsenkirchen, Buer und Horst erinnern an Menschen und Familien“. In dieser Dokumentation berichten die beiden über bedeutende Gelsenkirchener und ihre Familien in der Gründerzeit der Stadt. Darunter befinden sich nicht nur einige Familien mit ihren Unternehmen aus Rotthausen, wie beispielsweise Friedberg, Spieker, Stecker & Roggel, sondern auch Politiker wie Werner Kuhlmann und Josef Löbbert. Die Heimatforscher schildern das Lebenswerk dieser Menschen und stellen die Familiengräber auf den Gelsenkirchener Friedhöfen vor.

„Ein Vortrag über historische Grabstätten auf dem katholischen Altstadtfriedhof beim Heimatbund hat uns zu dem ersten Buchprojekt inspiriert. Wir wollten diese aber nicht nur auf einem, sondern auf allen Friedhöfen in der Stadt dokumentieren“, erzählt Ellenbeck, der durch seine Lebensgefährtin und Mitautorin Barbara Kloubert zum Schreiben motiviert wurde. „Sie hat mit einem Buch über Ahnenforschung angefangen, in der sie den Stammbaum ihrer Familie aufgearbeitet hat. Danach war meine Familie an der Reihe. Meine beiden Schwestern sollten es zu Weihnachten geschenkt bekommen. Es war nicht zur Veröffentlichung gedacht“, lacht er. Seitdem füllt das Schreiben und Recherchieren einen großen Teil meiner freien Zeit“, ergänzt der Pensionär. Und es war nicht das letzte Werk des Paares. „Das nächste Buch kommt zum Weihnachtsgeschäft“, kündigte er an.