Aus der Elternzeit in eine Führungsposition

Mareike Finger übernimmt Leitung der Ausbildungsabteilung der APD Akademie

Führungskraft mit Teilzeit und Home Office: Mareike Finger hat die Leitung der APD-Ausbildungsabteilung übernommen.

Der Weg nach oben führt über die Pflege. Kaum eine andere Branche bietet Frauen so vielfältige Qualifizierungs- und Karrierechancen – auch in Kombination mit der Elternzeit. Ein Beispiel dafür ist Mareike Finger (33), seit 1. Juni 2019 die neue Leiterin der Ausbildungsabteilung der APD Akademie.

Frau Finger, was bringen Sie für die neue Position mit?
Mareike Finger: Von 2003 bis 2006 habe ich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert. Anschließend war ich mehrere Jahre in der ambulanten Pflege tätig, danach habe ich mein Abitur nachgeholt und in Münster Gesundheits- und Pflegemanagement studiert. Vor meiner Elternzeit war ich bei der APD drei Jahre lang als Leitungskraft für Aus- und Fortbildung und Qualitätsmanagement verantwortlich.

Wie ging es weiter?
Mareike Finger: Im Mai 2018 wurde mein Sohn Lennard geboren. Bis Mai 2019 habe ich Elternzeit genommen und bin zum 1. Juni wieder zur APD zurückgekehrt, um die Leitung der Ausbildungsabteilung zu übernehmen. Die APD hat es mir leicht gemacht, den Kontakt zum Unternehmen zu halten, ich war immer auf dem Laufenden und gehörte stets dazu – das war ein gutes Gefühl der Verbundenheit und hat mir den Wiedereinstieg erleichtert.

Was sind Ihre Aufgaben?
Mareike Finger: Ich bin für die Ausbildung von momentan 53 angehenden Altenfachpflegerinnen und -pflegern verantwortlich. So viele Auszubildende hatte die APD noch nie. Die Zusammensetzung ist bunt – vom Alter her, aber auch von den Herkünften oder der Berufsbiografie. Das macht die Sache komplex und spannend. Momentan sind wir dabei, Praxisbegleiter zu qualifizieren, damit jeder Azubi einen eigenen Praxisbegleiter bekommen kann. Dabei handelt es sich um Pflegefachkräfte, die unsere Auszubildenden unterstützen, damit die Ausbildung zu einem guten Abschluss kommt. Hinzu kommt, dass ab 1. Januar 2020 die neue generalistische Pflegeausbildung in Kraft tritt, die den Ausbildungsverlauf grundlegend verändert. Unser Ziel ist es, die Ausbildungsaktivitäten der APD weiter auszubauen und in fünf Jahren zu den besten Ausbildungsbetrieben in der Branche zu gehören. Zu meinen Aufgaben gehört zusätzlich der Ausbau der Pflegeberatung mit zwei weiteren Mitarbeiterinnen. Deshalb stehen im Herbst zwei mehrtägige Fortbildungen an.

Wie lässt sich das mit dem Familienleben vereinbaren?
Mareike Finger: Ich arbeite 30 Stunden pro Woche, einen Tag davon im Home Office, um in Ruhe Briefe, Konzepte oder Leitfäden zu schreiben. Ich kann selbst festlegen, an welchem Tag ich Home Office machen will. Das macht die Sache sehr flexibel.

Für Chancenergreifer:
karriere.apd.de