Zollverein: Zukunftsstandort für Kultur und Wirtschaft

Bewährte Tradition – gemeinsames Handeln – neue Möglichkeiten: Die Agenda der Stiftung Zollverein verspricht Zukunftschancen für Kinder und Familien am Zukunftsstandort Zollverein.

Stiftungsvorstand präsentiert Agenda für die nächsten Jahre: Unternehmen ansiedeln, Verbindungen in die Stadtquartiere stärken, touristische Infrastruktur und Angebote verbessern

Vor fast 200 Tagen sind Prof. Dr. Hans-Peter Noll und Prof. Heinrich Theodor Grütter in den Vorstand der Stiftung Zollverein berufen worden. Anfang Februar informierten sie über ihre Agenda für Zollverein, das als einziges industrielles Welterbe in Deutschland zu einem Zukunftsstandort für Kultur und Wirtschaft entwickelt wird. Schwerpunkte 2019 und der kommenden Jahre sind u.a. die weitere Ansiedlung von Unternehmen, die Stärkung der Verbindungen in die Stadtquartiere, der Ausbau der touristischen Infrastruktur und Angebote. Wir haben die wichtigsten Projekte für die Rotthauser Post zusammengefasst.

Mit rund 260.000 zahlenden Besuchern im Ruhr Museum und rund 155.000 zahlenden Gästen bei den Zollverein-Führungen durch Zeche und Kokerei war das Jahr 2018 das besucherstärkste seit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Mit 2.100 gebuchten Führungen und 1.060 offenen Führungen im Ruhr Museum sowie mit 5.400 gebuchten und 4.560 offenen Zollverein-Führungen spielt das Welterbe Zollverein als touristischer Standort im Konzert der historischen Museen in Deutschland in der ersten Liga mit. Die Saisoneröffnung findet am 31. März mit freiem Eintritt statt.

Neue Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien

Auch die sehr erfolgreichen Vermittlungsangebote für Kinder und Jugendliche – von Kinderführungen über Kindergeburtstage und den jährlich am 3. Oktober stattfindenden „Maustüröffnertag“ der „Sendung mit der Maus“ mit zuletzt 10.000 Teilnehmern aus den umliegenden Stadtteilen und ganz Nordrhein-Westfalen – werden in den kommenden Jahren ergänzt. Im denkmalgerecht hergerichteten Wagenumlauf im Quartier 1/2/8 werden ab Sommer 2019 insgesamt 14 verschiedene Stationen eingerichtet, die Kindern, Jugendlichen und Familien auf spielerische Art und Weise das Thema Bergbau näherbringen: darunter ein Zechenparcours, Geleuchtstationen, eine Förderwagenreparatur und eine Koepeförderung. In einem Förderkorb stehend können kleine und große Besucher hautnah nachvollziehen, wie es ist, in den Berg einzufahren. Darüber hinaus ist im Außenbereich ein Stollen geplant, in dem man tatsächlich Kohle abbauen kann.

Kinderspielplatz und Familienförderzentrum

Komplettiert wird das Angebot durch einen großen Kinderspielplatz, der mit Unterstützung der Sparkasse Essen errichtet wird. In unmittelbarer Nähe entsteht das Familienförderzentrum PLUS Zollverein des Deutschen Kinderschutzbundes, das vielfältige Angebote für Kinder und Familien aus den umliegenden Stadtteilen Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg ausrichten wird, z.B. klassische Betreuung und Bildungsprojekte für Kinder und Familien, aber auch Beratung und Förderung. Ziel ist es, Zukunftschancen für Kinder am Zukunftsstandort Zollverein zu eröffnen und Angebote zu präsentieren, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger orientieren und Brücken in die umliegenden Quartieren bilden werden.

Neues Infozentrum und Designhotel

Auch um den wachsenden Bedarfen der Besucher aus nah und fern Rechnung zu tragen, wird 2020 in Sichtweite des markanten Doppelbocks ein neues Informationszentrum als zentrale Anlaufstelle im touristischen Kern des Welterbes in Betrieb gehen. Im Sommer 2019 wird im Quartier 1/2/8 mit der Eröffnung des Neubaus eines Design-Hotels der Hotelgruppe „hotel friends“ ein wichtiger Schritt für Zollverein getan – zum einen als Tourismusstandort und zum anderen als Tagungs- und Kongress-standort. Das Richtfest ist am 7. März 2019.

Gastronomie „The Mine“ startet im Sommer

Ebenfalls im Sommer 2019 startet die neue Gastronomie „The Mine“ in der bislang noch ungenutzten zweigeschossigen denkmalgeschützten Halle 4 und wird das bisherige gastronomische Angebot auf dem Welterbe ergänzen. Das Restaurant soll hinsichtlich der Preisstruktur Besucher und Touristen, insbesondere Familien, Reisegruppen, Schulklassen und Anwohner als auch Beschäftigte auf Zollverein ansprechen und professionell bewirten.