„Zeitblick“ ins neue Jahr

Köstlichkeiten garantiert: Jeannine Grabosch (links) und Rebecca Schüer (rechts) freuen sich auf viele Besucher im neuen Jahr.

Das Kaffeehaus am städtischen Seniorenheim will wöchentlich kreative Workshops organisieren

(JP) Lachen, singen, basteln oder einfach nur ein Stück selbstgebackenen Kuchen genießen. Im Kaffehaus „Zeitblick“ fällt es leicht, für eine Weile inne zu halten. Der Nachfolger des ehemaligen „Café Classico“ an der Schonnebecker Straße 108 hat 2019 viel vor. Bei wöchentlich wechselnden Workshops können Gäste auch im neuen Jahr ihre Kreativität ausleben.

Betriebsleiterin Rebecca Schüer (40) und Kaffeehaus-Leitung Jeannine Grabosch (39) umsorgen die Gäste bei ihrem Kaffeeschmaus. Gemeinsam mit vielen helfenden Händen haben sie in den vergangenen Monaten aus dem ehemaligen „Café Classico“ einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen. „Zeitblick ist mehr als ein Kaffeehaus. Hier gibt es ökologische Speisen und Getränke. Jeden Donnerstag bieten wir kreative Angebote an. Diese sind kostenlos und offen für alle Besucher“, erklärt Schüer. Das Angebot ist nicht nur auf die Bewohner des Seniorenheims ausgelegt.
Bei Knabbereien wird gestickt, gebacken oder die Dekorationen für die Einrichtung gebastelt. „Woche für Woche gibt es neue Workshops“, ergänzt Grabosch. In der Weihnachtszeit wurden beispielweise kleine Wichtel gebastelt. „Der Nachmittag, an dem Fladenbrote mit selbstgemachtem Pesto hergestellt wurden, war auch von jüngeren Gästen besonders gut besucht“, erinnert sich Jeannine Grabosch.

Kreative Workshops in 2019

Ähnliche Angebote sind auch für das kommende Jahr angedacht. Die Workshops finden donnerstags von 15 bis 17 Uhr statt. Als erster Termin für das neue Jahr wurde der 17. Januar festgelegt. Ein konkretes Thema gibt es noch nicht. „Gerne nehmen wir Wünsche und Anregungen von Gästen entgegen. Die Themen geben wir kurzfristig per Aushang des Kaffeehauses bekannt. Interessierte können einfach hereinkommen und mitmachen“, erläutert Rebacca Schüer. Anmeldungen für die Workshops sind nicht notwendig.

Die Workshops werden an die Jahreszeiten angepasst. „Wenn die Temperaturen steigen, bepflanzen wir wieder das Hochbeet. Auch das Klavier kommt bestimmt wieder zum Einsatz. Wir bauen unsere musikalischen Abende weiter aus“, kündigt Schüer an. Ob dann wieder der bekannte Pianist Andronik Yegiazaryan zu Gast sein wird, der bereits 2018 für kleine Konzerte ins Quartier kam, steht noch nicht fest.

„Zeitblick“ steht für Inklusion

Besucher des Kaffeehauses können auch im neuen Jahr  leckere Speisen und Getränke genießen. Der Kuchen stammt dabei aus der hauseigenen Konditorei. „Wir wollen auch neue Speiseangebote schaffen – traditionell, wie Oma sie früher gekocht hat“, schwärmt Schüer. Bei ihrem Vorhaben werden Schüer und Garbosch von einer Reihe motivierter Damen, teils mit Behinderung, unterstützt. Sie bringen eigene Ideen ein und werden so an die Arbeitswelt herangeführt.

Deswegen soll zukünftig auch mit dem QuartiersBüro zusammengearbeitet werden. „Uns ist ein glückliches, soziales und harmonisches Zusammenleben zwischen Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Behinderung sehr wichtig“, lautet die gemeinsame Motivation für die kommenden Monate.