Wir wachsen wieder

Statistik belegt: Einwohnerzahlen kletterten Ende 2016 in Rotthausen nach vielen Jahren des Niedergangs erstmals wieder über die 14.000er Marke - Zugewanderte bescheren Zuwachs

26.789 Einwohner hatte Rotthausen im Jahr 1957. Es stand wohl kaum eine Wohnung leer. Der Glashersteller DELOG und die Bergwerksgesellschaft Dahlbusch sorgten im Stadtteil Rotthausen für eine große Zahl an Arbeitsplätzen. Nach der Schließung von Dahlbusch und der Verlagerung der Glasproduktion in die Nachbarstadt sank die Einwohnerzahl nahezu stetig bis auf einen Tiefstwert von 13.329 Ende 2012.

Ab 2013 nahm die Zuwanderung aus den EU-Ost-Staaten Bulgarien und Rumänien deutlich zu. Durch das große Angebot freistehender Wohnungen zogen viele Zuwanderer nach Rotthausen. 2015 und 2016 erreichte dann eine Flüchtlingswelle auch Gelsenkirchen. Da aber bereits viele Zuwanderer in Rotthausen eine Wohnung genommen hatten, wurde diesem Stadtteil nur eine kleinere Zahl an Flüchtlingen zugewiesen. Aktuell hat Rotthausen 14.003 Ein-
wohner (Stand 31.12.2016). Gegenüber dem Tiefststand hat sich die Einwohnerzahl um 674 Menschen erhöht.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Zusammenleben mit den Neubürgern erstellte die Stadt GE ein Handlungskonzept, das klare Regeln für das Miteinander formulierte. Die Caritas mit einer Kleiderkammer und die AWO mit einem Quartiersladen bieten den Zugewanderten in Rotthausen Hilfestellungen im Alltag. Sicherlich positiv auf die  Einwohnerentwicklung wirken Neubaumaßnahmen wie das Gebiet „Südliche Lüthgenstraße“ oder der „Schemannshof“ an der Kreuzung Steeler Straße und Schemannstraße. An dieser Stelle will die Gemeinnützige Gelsenkirchener Wohnungsbaugesellschaft (ggw) ein Wohn- und Gewerbegebäude errichten. Auf fünf Etagen sollen 31 barrierefreie, öffentlich geförderte  Wohnungen entstehen. Investitionsvolumen: 4,6 Mio. Euro. Eine erste Informationsveranstaltung für Bürger fand am 13. Februar statt.