Warmes Bett und volle Futterschüssel

Nachbarn mit Herz: Der Tierschutzverein Pro Vita Animale aus Essen kümmert sich um Vierbeiner in Not

(ER) Ein Herz für Vierbeiner in Not: Uwe Dilthey, Leiter des Tierschutzvereins Pro Vita Animale, kümmert sich um Hunde, die von ehemaligen Besitzern misshandelt oder ausgesetzt wurden: „Die Hunde sind so dankbar und glücklich, wenn sie bei uns das erste Mal ein warmes Bett und eine volle Futterschüssel vorfinden.“

Nie hat sie vorher jemand gepflegt, sie gestreichelt oder mit ihnen gespielt. „Es ist unbeschreiblich, wie diese Hunde bei uns aufblühen, auch in ihren neuen Familien, als wären sie schon immer dort zuhause gewesen. Das ist der Lohn für unsere mühevolle Arbeit.“ 2012 gründete Uwe Dilthey den gemeinnützigen Tierschutzverein Pro Vita Animale in Essen. Er hatte zunächst den Beruf des Gas- und Wasserinstallateurs erlernt, dann aus gesundheitlichen Gründen umgeschult zum Lagerleiter und jahrelang nebenbei Schausteller-Fahrgeschäfte auf- und abgebaut. Dabei stürzte er, verletzte sich und musste sich neu orientieren.

Tierschutz als Vollzeit-Aufgabe

Von nun an widmete er sich intensiv dem Tierschutz, denn seit seiner Jugend ist er ein ausgesprochener Tierfreund. Er besuchte Tierschutz-Seminare und legte schließlich die erforderliche Prüfung nach § 11 für Tierheimpersonal ab und leitete bis 2010 die Hundestation Essen der Aktionsgemeinschaft für Tiere Langenfeld e. V. Schließlich wurde die Idee geboren, einen eigenen Tierschutzverein zu gründen, was er mit anderen Tierschützern 2012 umsetzte.

Er hatte zwischenzeitlich Desio, einen sogenannten „Problemhund“, zu sich genommen, ihm zwei Jahre lang viel Zuwendung gegeben, ihm erfolgreich seine Ängste genommen und dadurch Vertrauen zu Menschen aufgebaut. Dieses einschneidende Erlebnis hatte Uwe Dilthey dazu veranlasst,  seinen Tierschutzverein anders zu führen als andere Betreiber, nämlich dort zu beginnen, wo andere aufhören und aufgeben. Er nimmt Problemhunde und kranke Hunde auf, lässt sie tierärztlich untersuchen, behandeln und auch kostenintensiv  operieren. Er rettet Hunde aus europäischen Tötungsstationen und ermöglicht ihnen mit viel Geduld, wieder Vertrauen zu Menschen zu fassen, nachdem sie  schlecht behandelt wurden und bevor sie wie Müll entsorgt werden.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Ein ganz besonderes Engagement, das viel Kraft und Mut erfordert. Er engagiert sich aus Überzeugung, besucht jährlich drei bis fünf Weiterbildungs-Seminare, wodurch er sich umfangreiche Sachkenntnis für die Betreuung von Notfällen erwarb.
Zur Zeit werden zwölf Hunde bei Pro Vita Animale betreut, die nur an geeignete Menschen in einem Umkreis von 100 km vermittelt werden, damit Uwe Dilthey auch nach erfolgter Vermittlung zur Verfügung stehen und weiterhin Kenntnis über die Versorgung erhalten kann.

Das Wohl der Hunde ist für ihn das Wichtigste, dabei wird er von sieben Mitarbeitern, von ehrenamtlichen Helfern und freiwilligen Gassigängern unterstützt. „Wenn Sie Hundeliebhaber sind und ein Tier in Ihre Familie aufnehmen wollen, haben Sie hier die Möglichkeit etwas Gutes zu tun.

Doch bei aller Vorfreude auf Weihnachten, Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke. Hunde sind mehr, sie sind Familienmitglieder“, sagt Uwe Dilthey.
All dies ist nur möglich durch Spenden. Es gibt keine städtische oder sonstige finanzielle Förderung für diesen Tierschutzverein – außer durch Spenden von Tierliebhabern.