Vorsicht, Echte Kerzen!

Gute Tipps vom Fachmann für ein sicheres Weihnachtsfest

Ausgetrocknete Christbäume und Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit häufig der Grund für Wohnungsbrände. Kerzen auf Tischgestecken und an Tannenbäumen verursachen „alle Jahre wieder“ Sachschäden in Millionenhöhe. Im schlimmsten Fall sind Verletzte und Tote die Folge. Eine Gefahr, die oft unterschätzt wird.

„Eine trockene Tanne verbrennt so explosionsartig, dass Löschversuche oft vergeblich bleiben“, warnt Felix Scholten, Geschäftsstellenleiter der Westfälischen Provinzial Versicherung in Gelsenkirchen. Binnen weniger Sekunden entsteht dabei viel Rauch, der sich schnell im ganzen Raum ausbreitet und bereits nach wenigen Atemzügen zu Vergiftungen führen kann. „In diesem Fall muss man so schnell wie möglich aus dem Haus raus und die die Feuerwehr rufen“, sagt Scholten. „Auf keinen Fall darf man vergessen, die Mitbewohner zu warnen und ihnen beim Verlassen des Hauses zu helfen.“ Niemals sollte man sein Leben aufs Spiel setzen und ins Haus zurück rennen, um noch irgendwelche Sachen zu retten.  Damit solch ein Brand gar nicht erst passiert, ist es am besten, auf echte Kerzen zu verzichten. Gerade wer Kinder oder Tiere hat, sollte lieber zur elektrischen Lichterkette greifen. „Beim Kauf aber unbedingt auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten und die Lichterkette beim Verlassen des Hauses ausschalten“, rät Scholten. „Löschdecke, Feuerlöscher oder zumindest ein voller Wassereimer sollten griffbereit in der Nähe stehen.“ Der Baum muss fest stehen und genügend Abstand von allem Brennbaren, wie Gardinen und Möbeln, haben. „Kerzen dürfen nicht unbeaufsichtigt brennen, Adventsgestecke sollten immer auf eine feuerfeste Unterlage gestellt werden“, so Scholten. Kommt es doch zum Brand, sollte unverzüglich die Versicherung informiert werden. Hier gilt in der Regel: Schäden an der Wohnungseinrichtung fallen in den Bereich der Hausratversicherung. Feuerschäden am Eigenheim sind über die Wohngebäudeversicherung versichert.