Über den Dächern Rotthausens

Paul Schürmann ist seit 24 Jahren Bezirks-Schornsteinfeger

Paul Schürmann ist vielen Rotthausern bekannt. Am 1.Januar 1993 wurde der 57jährige vom Regierungspräsidenten in Münster zum Bezirks-Schornsteinfeger für den Bezirk Rotthausen und je einen kleinen Teil von Ückendorf und Neustadt bestellt.

Die Grundlage seiner Arbeit sind die Bundes-Kehr- und –Überprüfungs-Ordnung, das Bundes-Immissionsschutzgesetz sowie die Energieeinsparverordnung.
Seit 43 Jahren ist er im Beruf, heute jedoch weit weg von der früher hauptsächlichen Kehrung der Schornsteine. Inzwischen überwiegt der Bereich der Überprüfung von Heizanlagen und Feuerstätten sowie der Gebäude-Energieberatung. Das liegt unter anderem am Strukturwandel, dem ein Energiewandel folgte. Mit der Schließung der Zechen ging es weg von der Kohle  hin zu Gas- und Ölheizungen. Heute geht es um vorbeugenden Brandschutz bzw. Gefahrenabwehr zum Beispiel von Kohlenstoffmonoxyd oder Rauchgas.

Der Wandel im Schornsteinfegerhandwerk begann 1974. Vorher wurde zehn von zwölf Monaten klassisch Schornsteine gekehrt, heute nach 43 Jahren wird etwa zwei Monate im Jahr gekehrt und zehn Monate finden Überprüfungen an  Feuerungsanlagen statt.„Das Angebotsspektrum des Schornsteinfegers ist heute erheblich erweiterbar z. B. durch eine Gas-Hausschau, obwohl jeder Wohnungs- oder Hausbesitzer verpflichtet ist, seine Anlage regelmäßig überprüfen zu lassen oder selbst zu überprüfen, was ich durchaus für möglich und auch für sinnvoll erachte“ erklärt Paul Schürmann.

Eigentlich hatte der 57jährige andere Berufswünsche: „Mein Vater jedoch, selbst Schornsteinfeger, nahm mich als Hilfe mit und beobachtete mich. Er hatte gute Argumente und so begann ich meine Ausbildung, die 1977 mit bestandener Gesellenprüfung endete. 1981 legte ich meine Meisterprüfung ab, bildete mich ab 1983 auf der Akademie des Handwerks im Schloss Raesfeld zum Betriebswirt weiter und war danach viele Jahre als Gewerkschafts-Funktionär beim Zentralverband deutscher Schornsteinfeger im Bereich beruflicher Bildung auch mit der Betreuung der neuen Bundesländer beschäftigt, bis ich 1993 nach Rotthausen kam.“
Paul Schürmann ist verheiratet, hat zwei Kinder, wohnt in Dorsten, und engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dorsten. Ein für ihn naheliegendes Hobby.