Tafel plant Ausgabestelle in Rotthausen

Verein startet mit neuem Vorstand ins Jubiläumsjahr: Erste Gespräche über Verteilpunkt von Großspenden
an Ruhrgebietstafeln –  „Tag der offenen Tür“ lädt im Frühjahr zum ehrenamtlichen Engagement ein

Der 1998 gegründete, gemeinnützige Verein Gelsenkirchener Tafel hat einen neuen Vorstand. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung am Dienstag, 28. November, wurde Christine Bartsch (50), eines der ersten Mitglieder des Vereins, in geheimer Wahl mit großer Mehrheit zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die Gelsenkirchenerin, zuletzt als Personalverantwortliche der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen, folgt auf die Bueranerin Sigrid Weiser, die dem Verein seit 2011 vorsaß.

Zur Stellvertreterin gewählt wurde Anne Bremer (62), langjährige Ausbilderin und Einkäuferin eines großen kaufmännischen Konzerns. Anne Bremer löst im Amt Helga Kuzmierz aus der Resser Mark ab, die gemeinsam mit Sigrid Weiser 2011 die Vorstandsarbeit aufgenommen hatte. Als Schatzmeister bestätigt wurde Eckhard Pischel, pensionierter Beamter bei der Stadt Gelsenkirchen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Die Mitgliederversammlung zog eine eindrucksvolle Bilanz: Die Gelsenkirchener Tafel unterstützt mittlerweile pro Woche rund 5.000 Menschen in 2.500 Haushalten mit Lebensmitteln aller Art. An sechs Standorten sind dafür etwa 170 Ehrenamtliche im Einsatz. Ende 2017 zählt der Verein rund 100 Mitglieder. Engen Kontakt zum Landesverband hält Hartwig Szymiczek, Tafel-Geschäftsführer und Mitglied im Landesvorstand.

Flächendeckendes Angebot wird dringend benötigt

Dazu gehört auch, dass Gelsenkirchen als ein Verteilpunkt von Großspenden an Ruhrgebietstafeln vorgesehen ist. Dort sollen Herstellerspenden und Herstellerware abgenommen und verteilt werden können. Dazu werden zeitnah Gespräche u.a. mit der Stadt aufgenommen, so Hartwig Szymizczek. In den nächsten Jahren soll auch der Zugang zu den Angeboten der Tafel stärker optimiert werden. Gedacht ist an Ausgabestellen in weiteren Stadtteilen, zum Beispiel Rotthausen und Resse. „Was wir dringend brauchen, ist ein flächendeckendes Tafel-Angebot in ganz Gelsenkirchen“, sagen die neuen Vorstandsfrauen Christine Bartsch und Anne Bremer. Geplant ist zudem ein Tag der offenen Tür im Frühjahr 2018, bei dem der neue Vorstand die Arbeit der Tafel vorstellen und zum ehrenamtlichen Engagement im Verein einladen wird.