Steinschlag – nur ein Kratzer?

Der Expertentipp von KFZ-Meister Johannes Fatum

Schnell wird beim Autofahren ein kleines Steinchen hochgeschleudert und hinterlässt Spuren auf der Windschutzscheibe. Ein Steinschlag ist aber nicht zu unterschätzen. Bei erheblichen Temperaturunterschieden und Schlaglöchern kann die beschädigte Scheibe reißen. Der ständige Gebrauch der Klimaanlage führt ebenfalls zu einer Belastung der Scheibe. Da die Windschutzscheibe zur Versteifung des Fahrzeugs und somit zur Stabilisierung beiträgt, muss sie bei einem Riss umgehend ausgewechselt werden. Die Reparatur eines Steinschlags gestaltet sich zudem komplizierter, als in der TV-Werbung dargestellt. Die Versiegelung des Steinschlags kann nur stattfinden, wenn sich der Schaden außerhalb des Sichtfensters befindet. Der Scheibenwischerbereich vor dem Fahrer markiert das Feld. Dunkelheit und Kunstlicht beeinträchtigen ansonsten die Fahrersicht, da das Licht durch die Beschädigung bricht. Es besteht zudem die 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Scheibe während der Reparatur reißt. Deshalb ist es sinnvoll, die Frontscheibe direkt zu tauschen. Scheibenpflaster helfen zwar kurzfristig, Schmutz und Wasser fernzuhalten, sind aber keine dauerhafte Lösung. Vermeiden lassen sich Steinschläge kaum. Auch eine bedachte und ruhige Fahrweise schützt nur bedingt. Auf Landstraßen und hinter LKWs ist das Risiko am größten.

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