Stadt erwartet keine Parkplatz-Not

(win) Der neue Aldi-Markt kann kommen. In Schonnebeck, der Wiege des Aldi-Imperiums, wird er mit knapp 1.300 m² Fläche entstehen. Der Markt wird auf Dauer den etwa viermal kleineren Laden an der Huestraße 89 ersetzen, den ersten Aldi-Markt der Geschichte. Der neue Markt entsteht, wie berichtet, an der Ecke Saatbruchstraße/Karl-Meyer-Straße.

Derzeit ist dort nur das Karl-Bergmann-Haus zu finden, das die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in den ehemaligen Räumen der Schillerschule als Kinder- und Jugendzentrum betreibt. Zwar muss das alte Gebäude weichen, doch wird auf dem Gelände ein neues errichtet. Dies wird auch der erste Arbeitsschritt sein. Erst nach dem vollzogenen Umzug, der die kontinuierliche Sozialarbeit im Stadtteil sichern soll, wird der Neubau des Discounters in Angriff genommen. Das neue Gebäude des Kinder- und Jugendhauses wird langfristig an die AWO vermietet.

Anlieferung über die Karl-Meyer-Straße

In einer Bürgerbefragung bereitete eine mögliche höhere Verkehrsbelastung durch Kunden und Anlieferer des neuen Aldi-Marktes den Anwohnern die größten Sorgen. Laut Verwaltung der Stadt Essen aber zu Unrecht. So sollen sich LKWs und Busse nicht in die Quere kommen. Die Anlieferung des Lebensmittelmarktes erfolgt von der Karl-Meyer-Straße. Die Lieferfahrzeuge fahren von der Saatbruchstraße kommend rückwärts in die Anlieferzone ein. Wegen des für Rangiermanöver benötigten Platzes entfallen zwei öffentliche Parkplätze. Laut eines Verkehrsgutachters sind jedoch keine Parkraumprobleme zu erwarten. Im Gegenteil.

Teil der Stellplätze auch öffentlich nutzbar

Denn ein Teil der Aldi-Stellplätze wird auch zukünftig öffentlich nutzbar sein. 79 Stellplätze seien geplant,  deutlich mehr als für den Betrieb des Lebensmittelmarktes benötigt werden. Laut Parkraumerhebung sind die vorhandenen 39 Parkplätze zu keiner Zeit ausgelastet. Selbst an Markttagen ist der Parkplatz nur zwischen 9 und 12 Uhr zu mehr als 50 Prozent beansprucht. Beobachtet werden soll die Lkw-Nutzung der Parkplätze durch die Markthändler. Falls nötig, müsse sie reglementiert werden.

Zentraler Standort gemäß Masterplan Einzelhandel

Der neue Markt entsteht ganz bewusst an zentraler Stelle, wie es der Masterplan Einzelhandel vorsieht. Das Planungsgebiet des Neubaus ist das einzige Zentrum Schonnebecks. Mit gut 11.500 Einwohnern (2017) weist der Stadtteil eine ausreichende Mantelbevölkerung für einen Lebensmittel-Discounter dieser Größe auf. Mit dem Baubeginn ist in Kürze zu rechnen.