So sieht die Steuererklärung von morgen aus

Expertentipp von Dipl.-Kaufmann Ralf Spannenkrebs

Die Steuererklärung von morgen soll leichter und digitaler werden. Die Entwicklung beruht auf zwei Prinzipien: Daten statt Papier und Computer statt Beamte. Deshalb soll ein Großteil der Steuererklärungen online eingereicht und vom Rechner vollautomatisch bearbeitet werden, bis hin zum Bescheid. Das sehen die Regeln vor, die zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten sind. Demnach werden viele unkomplizierte Steuererklärungen maschinell abgewickelt, damit sich die Beamten den „prüfungsbedürftigen Fällen“ widmen können. So werden vor allem jene Erklärungen automatisch erledigt, bei denen es um relativ wenig Geld geht. Das betrifft oft Arbeitnehmer und Rentner, die auf eine Erstattung hoffen. Gerade sie sollten also einen Profi wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) hinzuziehen, da bei maschinellen Prozessen individuelle Vorteile schnell unter den Tisch fallen können.
Auch wichtig: Das Gesetz sieht eine Verlängerung der Abgabefristen vor. Diese greift erstmals für die Steuererklärung 2018. Wer die Erklärung selbst macht, muss sie bis Ende Juli des Folgejahres einreichen statt, wie bisher, bis Ende Mai. Wer sich beraten lässt, hat Zeit bis Ende Februar des Zweitfolgejahres. Für 2018 müssen die Unterlagen bis Ende Juli 2019 bzw. bis Ende Februar 2020 eingehen. Wer sich trotz Verlängerung verspätet, muss möglicherweise mit einem automatischen Verspätungszuschlag rechnen, mindestens 25 Euro pro Monat.
Mehr Infos:  Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ,  Steuerberater Ralf
Spannenkrebs, Tel. 0209/94578231