Schüler setzen zeichen für vielfalt und Toleranz

Hauptschule am Dahlbusch widmete sich in der Projektwoche dem Thema „Europa“

In Vielfalt geeint – das ist das Motto der europäischen Union. Auch die Hauptschule am Dahlbusch, die selbst Schüler aus über 40 Nationen beherbergt, bekannte sich im Juli zu Internationalität, Facettenreichtum und friedvollem Miteinander mit einem großen Projekttag zum Thema Europa.

Für die Besucher begann das Fest turbulent: Auf dem Schulhof tanzten Schüler zu verschiedenen Musikstilen, sprangen herum und steckten das Publikum mit der guten Laune an. Gefolgt wurde der tänzerischen Darbietung mit einem eigens komponierten Europalied, das über die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Länder erzählte. Dann ging es für die Besucher auch schon an‘s erkunden: Beim Street Food Market konnten verschiedene traditionelle Speisen geschlemmt werden und in der Schule selbst auf Erkundungstour gegangen werden. Dort gab es europäische Seidenmalerei, Kunst und Technik zu bestaunen.

„Am heutigen Projekttag haben die Schüler der fünften bis zehnten Klasse sowie 40 Lehrkräfte gearbeitet“, erklärt Schulleiter Marco Sawatzki, der seit Februar 2016 die Hauptschule am Dahlbusch leitet. „Das Motto lag für uns insofern nahe, das wir eine Schule ohne Rassismus sind und durch verschiedene Projekte ein vielfältiges und tolerantes Rotthausen fördern wollen. Dieses Jahr ist aber auch das 60. Jubiläum der Römischen Verträge. Das wollten wir feiern.“
Die Römischen Verträge gelten als „Geburtsurkunde“ der Europäischen Union. Am 25. März 1957 haben die Länder Italien, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande und Deutschland in der italienischen Hauptstadt den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnet. Dieser Vertrag gilt als Erfolgsgeschichte, weil er die Grundlage für Frieden und Vielfalt der europäischen Länder legte. Erst im Jahr 1993 wurde die EWG, und damit die römischen Verträge durch in Kraft treten des Vertrags von Maastricht abgelöst. Dies war die Gründung der heutigen europäischen Union.

Unterstützung aus dem Stadtteil

Die Europäische Union umfasst 28 Mitgliedsstaaten – von jedem wurde die Nationalflagge in der Hauptschule aufgehangen. „Wir haben sogar noch Flaggen aus Asien zugefügt, da wir auch Schüler aus nicht-europäischen Ländern haben“, verrät Sawatzki. „Auch sie sollen natürlich Teil der Gemeinschaft sein. Wir wollen zeigen, dass Rotthausen bunt und vielfältig ist und dass ein friedvollen Miteinander verschiedener Kulturen ganz einfach und bereichernd ist.“ Viele Rotthauser, die sich das Spektakel auf dem Schulhof angesehen haben, stimmten Sawatzki zu und erfreuten sich an den Darbietungen der jungen Schüler. Der Zuspruch erfolgte aber nicht nur vor Ort, sondern auch mit der Förderung von Vereinen und Firmen vor Ort. „Wir waren überwältigt vom Zuspruch, den wir im Stadtteil erfahren haben. Viele haben uns von Anfang an ihre Unterstützung zugesagt. Das waren unter anderem das Rotthauser Netzwerk und der Pflegedienst APD. Das waren aber auch Gelsenbildung, die direkt bei uns um die Ecke sitzen, oder die AWO, die heute auch mit einem Stand bei uns vertreten ist. Das zeigt uns, dass Alle in Rotthausen, egal ob Bürger, Vereine und Firmen, sich zur Vielfalt bekennen!“