Ruhrpott-Chor probt fürs Quartiersjubiläum

Wird aus dieser gemischten Sangestruppe wirklich ein Chor? Intendant Marvin Boettcher, Komödienautor Sigi Domke und Prinzipal Christian Stratmann (von links) glauben daran.

Im Mondpalast liegt Musik in der Luft: Neue Komödie hat am 11. April in Wanne-Eickel Premiere

Auf einer Baustelle, die einmal ein Festsaal für den Stadtteil werden soll, treffen sich sieben Frauen und Männer aus Gelsentrop-Wattenhausen. Aus ihnen soll einmal ein Chor werden und aus ihrem Gesang eine Hymne auf das Quartiersjubiläum. Ob diese sehr gemischte Truppe tatsächlich erfolgreich die Tonleiter zum Glück erklimmen kann, das verrät Sigi Domke in der klingenden Mondpalast-Komödie „Die (fast) glorreichen Sieben“, die unter der Regie von Thomas Rech am Donnerstag, 11. März, um 20 Uhr Premiere feiert.

Alle reden von Stadtteil-Belebung – der Mondpalast von Wanne-Eickel setzt das Thema komödiantisch um. Hausautor Sigi Domke verlegt die neue Komödie ins schöne Gelsentrop-Wattenhausen, wo die ehrgeizige Projektleiterin Dörthe Obermann (Astrid Breidbach) seit Jahren das Projekt „Starkes Stadtviertel“ vorantreibt. Als das Quartier großes Jubiläum feiert und eine nicht unbeträchtliche Summe Fördergelder in Aussicht steht, kommt Dörthe auf die Idee, einen Chor zu gründen. Unter Leitung des weltberühmten Dirigenten Clemens-Maria Vogel (Andreas Wunnenberg) soll er eine Hymne aufs Quartier zu Gehör bringen. Das klingt erst einmal gut, doch die Wattenhausener sind von diesem Geistesblitz alles andere als begeistert. Als Willi Wollenweber (Axel Schönnenberg), Vorsitzender des Heimatvereins „Tolle Scholle“, sieben Sänger für den Chor zusammentrommelt, muss er feststellen, dass jeder von ihnen einen völlig anderen Musikgeschmack hat.

Höchst spezielles Klangerlebnis

Für dieses spezielle Klangerlebnis haben Domke und Rech geballte Mondpalast-Komik aufgeboten. Um Kopf und Kragen kebbeln und schmettern sich Wollenwebers sangeslustige Gattin Gesine (Silke Volkner), Kassenwart Mauritz (Ecki Eumann ), der arbeitslose Tänzer Berni (Heiko Büscher), Martin Zaik als Handyhüllen-Verkäufer Manni und Susi Fernkorn als russische Pflegekraft Tatjana. Den stubenhockenden Sohn der Wollenwebers gibt Dominik Brünnig, der sich von „Performerin“ Mia-Vanessa alias Melanie Linka widerstrebend hinter dem Kinderbett hervorlocken lässt.

Die Macht der Musik

Können Dörthe und Clemens-Maria aus diesem bunten Völkchen einen Chor formen? Oder wird das Jubiläum ein Riesenreinfall? Prinzipal Christian Stratmann und Marvin Boettcher, geschäftsführender Intendant des Mondpalasts, wissen natürlich mehr und haben schon jetzt ihren Spaß dran: „Unsere neue Komödie ,Die (fast) unglaublichen Sieben‘ erzählt auf vergnügliche Weise von der Kraft des Miteinanders über alle Unterschiede hinweg, von kultureller Fremdbestimmung im Ruhrgebiet und der Macht der Musik.“

Gut zu wissen:
Tickets gibt’s online unter www.mondpalast.com und am Kartentelefon unter 02325 – 588 999 (mo – fr 10 – 19 Uhr, sa 10 – 14 Uhr)

Aktuelle Infos sind auf Facebook, Instagram und www.mondpalast.com zu finden. Was die Gäste über den Mondpalast sagen, liest man am besten auf TripAdvisor, Yelp und Google.