Rotthauser sorgen für Durchblick

Brillen für Afrika und Asien: Ellen Reinhardt (rechts), Initiatorin des Rotthauser Damenstammtisches, übergab 38 ungenutzte Brillen an Bernd Gruttmann (links) von der Altpfadfindergilde.

Brillen ohne Grenzen: Altpfadfinder sammeln Sehhilfen für bedürftige Menschen in Afrika und Asien

(ER) Seit mehr als 35 Jahren sammelt die „Altpfadfindergilde St. Georg Gelsenkirchen-Rotthausen“ (APG) Brillen. Jetzt erhielt die Initiative Unterstützung aus dem Quartier.
Spontan trugen die Mieterinnen und Mieter der Seniorenwohnungen an der Karl-Meyer-Str. 64 und 66 sowie die Teilnehmerinnen des Rotthauser Damenstammtisches 38 nicht mehr benötigte Brillen zusammen.  Ellen Reinhardt, Initiatorin des Damenstammtisches und Gründungsredakteurin der Rotthauser Post, übergab sie im Januar im Quartiersbüro Rotthausen an Bernd Gruttmann, den Sprecher der Altpfadfindergilde (APG), der die Spenden wiederum an Herbert Krisam, den Initiator der APG weiterleitet. Krisam sammelt im Laufe eines Jahres ca. 30 bis 35 Brillen. Durch die im Januar zusätzlich überreichte Sammlung konnte die Anzahl der gespendeten Brillen auf 85 erhöht werden. Schon bald werden die Brillen mit der Post zu Claudia Siekmann nach Seligenstadt geschickt. Sie hat beim Verband Deutscher Altpfadfinder deutschlandweit die Aufgabe übernommen, die Brillen aller Pfadfinder-Gilden zu sammeln. Das sind pro Jahr mehrere hundert.

Sammelbox im Quartiersbüro
Anschließend geht die Reise der Brillen zum Lions Club Alzey, der wiederum die Verbindung zu der vom Kapuziner-Pater Meyer 1974 gegründeten Gesellschaft „Lunettes sans Frontière“ (L.S.F., www.lunettes-sans-frontiere.org) im elsässischen Hirsingue herstellt. Viele ehrenamtliche Helfer packen die gespendeten Brillen aus, reinigen und sortieren sie. Die Sehhilfen stammen aus Deutschland, Frankreich, Belgien sowie weiteren europäischen Ländern. Die Brillen werden vermessen und nach Einstärken-, Mehrstärken-, Gleitsichtgläsern und Sonnenbrillen katalogisiert. Auf Bestellung oder Abruf von Missionsstationen und kirchlichen Krankenhäusern verschickt L.S.F. die Brillen in ca. 20 Länder Afrikas und auch nach Asien und Südamerika. Der Versand wird aus Mitgliedsbeiträgen oder Spendengeldern bezahlt.

Jede Brille ist wichtig. Deshalb steht ab sofort im QuartiersBüro an der Karl-Meyer-Straße ein Sammelkarton für Brillenspenden bereit, die an die Altpfadfindergilde weitergeleitet werden.