MIT IPADS, MIKROFON UND GREENSCREEN ZUM KIWI-INTEGRATIONSPREIS

Neue Technik bietet viele Vorteile, kann aber noch nicht richtig genutzt werden – das Internet fehlt

(JP) Nächste Auszeichnung für „DahlTube“: Das Videoprojekt der Hauptschule Am Dahlbusch überzeugt beim KIWI-Integrationspreis. Das zeigt den anhaltenden Erfolg des Projektes. Die Schülerinnen und Schüler profitieren dabei von Tablets, Mikrofon und Greenscreen – Ausrüstung, die durch verschiedenste Förderungen und Preisgelder angeschafft werden konnte.

Etwa neun Monate sind vergangen, seitdem der Schülerkanal „DahlTube“ auf der Plattform YouTube online gegangen ist. In dieser Zeit hat sich viel getan. Mittlerweile sind 20 von den Schülerinnen und Schülern produzierte Clips zu sehen. Dank modernster Technik reicht die Qualität der Filme über animierte Clips hinaus. „Wir arbeiten mit sieben iPads, einem Mikrofon und einem Greenscreen. Für eine Hauptschule ist diese Ausrüstung ein Alleinstellungsmerkmal“, beschreibt Lehrerin Susanne Tellegey (33), die zusammen mit ihrer Kollegin Esra Kececi (29) die  Projektleitung übergangsweise von Karoline Kiwitt übernommen haben.

Digitales Lernen ist gut – wenn das Internet funktioniert

„In vier Gruppen arbeiten elf Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben und acht an den Projekten. Die iPads fördern die Selbstständigkeit und Selbstorganisation“, ergänzt Esra Kececi, die die fortschreitende Digitalisierung in den Klassenräumen begrüßt. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Jugendlichen lernen, mit dieser Technik umzugehen. Das hilft ihnen im Arbeitsalltag. Es werden sogar Videos eingereicht, in denen sich Bewerber vorstellen. Diese Fähigkeiten, haben unsere Schülerinnen und Schüler schon erworben.“ Bis das digitale Lernen vollständig in der Hauptschule Am Dahlbusch angekommen ist, dauert es aber noch. „Um alle Apps nutzen zu können, brauchen wir funktionierendes WLAN – das ist aber nicht betriebsbereit“, kritisiert Tellegey, die für die kommenden Monate noch keine konkreten Pläne bekannt geben kann. Auch Kooperationen mit Arbeitgebern sind noch nicht so zustande gekommen, wie erhofft.

Ein Ziel ist aber gesetzt. „Die Schülerinnen und Schüler möchten im nächsten Schuljahr wieder an den „Talenttagen Ruhr“ und dem mehrtägigen Bildungsfestival teilnehmen. Sie haben dabei z.B. vielen Leuten in Anzügen ‚DahlTube‘ vorgestellt, gerappt oder den 3D-Drucker ausprobiert“, erklärt Kececi.

Der Gewinn des KIWI-Integrationspreises, der an besondere Schulprojekte vergeben wird, bei denen multikulturelle Gruppen zusammenarbeiten, ist also nur der Anfang einer spannenden Zukunft im digitalen Schulalltag – dem Lernen 2.0.