Kunst zum Anfassen

Barbara Echelmeyer zeigt Nachwuchskünstlern, wie sie ihre eigene Kreativität in Form bringen können

(ER/ GI) Die Künstlerin und Kunstpädagogin Barbara Echelmeyer, Jahrgang 1963, baut sich ein neues Atelier in Rotthausen in ihrem Elternhaus auf. Sie arbeitete und lebte von 1989 bis 2013 in der Künstlersiedlung „Halfmannshof“, die sie mit anderen Künstlerkollegen wegen Umbau des Hofes verlassen musste. Doch sie kehrte in ihr Heimatquartier zurück, denn sie ist eine waschechte Rotthauserin, sie wuchs in der Straße Am Graffweg auf.

Nach dem Besuch der Mechtenbergschule und des Schalker Gymnasiums wollte sie eigentlich Biologie studieren. Doch es kam ganz anders. Schon mit zehn Jahren lernte sie das Töpfern auf dem damaligen Halfmannshof, war fasziniert von dieser Handwerkskunst und ist beiden bis heute treu geblieben, dem Halfmannshof zumindest innerlich, denn der Kontakt zu den Kollegen im Verein Künstlersiedlung Halfmannshof e. V. besteht nach wie vor.

Sie lernte von der Pike auf ihr Handwerk, absolvierte eine dreijährige Keramikerlehre mit Gesellenprüfung und wurde „Kammersiegerin“ vor der Handwerkskammer Münster. Danach folgte ein dreijähriger Fachschulbesuch am Keramischen Zentrum in Höhr-Grenzhausen mit dem Abschluss staatlich geprüfte Keramikgestalterin.

Werke in Kirchen- und Privatbesitz

1989 wurde sie gewähltes Mitglied der Künstlersiedlung Halfmannshof e. V. und zog in den Hof ein. 1990 folgte die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Koblenz zur Keramikermeisterin, und parallel dazu im gleichen Jahr die Eröffnung ihres eigenen Ateliers im Halfmannshof. Zusätzlich engagiert sie sich als Dozentin, ist Mitglied im Meisterprüfungsausschuss und nimmt an vielen Aktionen und Projekten teil. Ihre Werke zeigt sie auf Ausstellungen und verschiedene Objekte befinden sich in Kirchen oder im Privat-Besitz im In- und Ausland. Außerdem gibt es diverse Veröffentlichungen in Büchern und Katalogen.

Gestaltung des Marler Medienpreises für Menschenrechte

Barbara Echelmeyer führt nicht nur Auftragsarbeiten nach Vorlagen von Kunden aus, sondern restauriert und gestaltet nach eigenen Ideen verschiedenartige Objekte, Gebrauchskeramik und Gartenkeramik. Sie gibt Töpferkurse für Erwachsene und Kinder und arbeitet mit etlichen Schulklassen und mit dem Jugendheim der evangelischen Kirchengemeinde in Rotthausen zusammen. Eine ihrer Auftragsarbeiten ist die Gestaltung des Marler Medienpreises für Menschenrechte von Amnesty International, der alle zwei Jahre verliehen wird. Ihr Lieblingsprojekt ist momentan die keramische Darstellung in Originalgröße und in zwei verschiedenen Versionen der berühmten Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt, die als die älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene gilt. Vom Museum in Halle erhielt Barbara Echelmeyer die Herstellungs-Lizenz für 30 Repliken, die sie gerne an Interessenten veräußert und darf seit 2016 die Himmelsscheibe auch als keramischen Schmuck herstellen.

Zurzeit führt die Künstlerin verschiedene Nachmittags-Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene in ihrem Rotthauser Atelier durch, in denen die Teilnehmer lernen, mit dem Werkstoff Ton umzugehen. Aufgrund der gut ausgerüsteten Werkstatt mit allen erforderlichen Materialien und Arbeitsgeräten sowie Brennöfen, können „Nachwuchs-Künstler“ das Handwerk ausprobieren.

Das Keramikatelier Barbara Echelmeyer ist telefonisch erreichbar unter 0173 – 45 40 152
e-Mail: Keramikatelier.Echelmeyer@t-online.de
Homepage: www.keramikatelier-echelmeyer.de