Kochen, backen, basteln – so einfach geht das

Rund, lecker und immer wieder neu: Der Gugelhupf ist Genuss mit Tradition

Ein Tipp von RoPo-Haushalts-Fee Thora Christina Strajhar

Es waren ja oft die guten alten Römer, die berühmte Klassiker hervorgebracht haben. So muss es wohl auch beim Gugelhupf gewesen sein. Tatsächlich ranken sich um den Gugelhupf jede Menge historische Mythen und Legenden, die diesen köstlichen Kuchen mit seiner markanten Form noch besonderer machen.

Der Gugelhupf (Guglhupf) ist ein Napfkuchen mit gerundeten Rillen. In Carnuntum und Noricum, zwei römischen Provinzen in Österreich, fand man Bronzebackformen, die der uns heute bekannten Gugel-Form sehr ähnlich sind. Sogar Biskuit- und Hefeteig waren den Römerinnen bekannt. Leider ist es nicht überliefert, ob auch die römische Männerwelt für die Kunst des Backens zu begeistern ware.
Abgeleitet wird der Name Gugelhupf aus „Gugel(e)“, sprich Kapuze (lateinisch cucullus). „Hopf“ ist eine Nebenform von Hefe. Besonders in Süddeutschland ist die Bezeichnung „Gugelhupf“ geläufig. Im Rheinland und hier bei uns in Nordrhein-Westfalen ist auch Name Rodon-Kuchen bekannt.
Die Deutung der Kuchenform als Sonnenwirbel und die Würdigung des Backwerks im Jahresbrauchtum lassen ebenfalls darauf schließen, dass es sich beim Gugelhupf um einen Kuchen handelt, der eine lange Tradition mit sich führt. Klassisch wurde der Gugel schon früher aus Germteig, Weinbeeren, Rosinen und Mandeln gebacken. Heute ist der Kuchen in zahlreichen Variationen aus Rührteig und Biskuit in den Gelsenkirchener Küchen vorzufinden. Ein aktueller Trend ist die Herstellung von zarten Mini-Hupfen, die in ihrer Größe der Praline Konkurrenz machen und durch die Beigabe von Früchten oder Creme-Füllungen genauso himmlisch schmecken.

Zarter Joghurt-Nuss-Gugelhupf

Das Rezept ist für eine Form mit 22cm Durchmesser berechnet. Der Ofen wird auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorgeheizt.

Zutaten:
•    4 Eier
•    160 g Zucker
•    1 Päckchen Vanillezucker und ggf. eine Prise Zimt
•    150 ml Öl
•    10 Tropfen Bittermandel Aroma, 5 Tropfen Butter-vanille-Aroma
•    200 g Mehl
•    8 g Backpulver
•    ½ gestrichener Teelöffel Backnatron (Backsoda)
•    250 ml Joghurt (3,8 % Fett)
•    160 g gemahlene Walnüsse, 40 g gemahlene Mandeln
•    Für die Form: Butter & Paniermehl

Zubereitung:
Ofen vorheizen. Form ausbuttern und mit Paniermehl bestäuben. Mehl mit Backpulver sowie Backnatron vermischen und im Anschluss sieben.
Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Im Anschluss das Öl und die Aromen langsam einfließen lassen. Die Mehlmischung zusammen mit dem Joghurt löffelweise unterrühren. Zum Schluss die Nüsse unterheben.
Tipp: Wenn die Nüsse selbst gemahlen werden, auch ein paar gröbere Stücke dazwischen lassen. 55-60 Minuten bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze backen. 10 Minuten im Ofen (ausgeschaltet) auskühlen lassen und dann aus der Form stürzen. Mit Glasur oder Puderzucker verzieren.