Kleinkriminalität verärgert die Bürger

Viel zu besprechen: Gemeinsam diskutieren Präventionsrat, Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst und Bürger, wie die Sicherheits- und Sauberkeitsprobleme behoben werden können.

Präventionsrat diskutierte über Müll, Raserei und Trickdiebstähle – Arbeitskreis geplant

(JP) Es gibt noch viel zu tun im Quartier: Bei der vergangenen Sitzung des Präventionsrats wurden viele Problemherde angesprochen. Die Vermüllung und die Tempoüberschreitung auf der Karl-Meyer-Straße sind noch nicht unter Kontrolle. Auch in anderen Teilen des Quartiers gibt es Probleme mit Kleinkriminalität. Problemmelder werden bedrängt.

Besonders vor den Bäckereien auf der Karl-Meyer-Straße bestehe eine große Müllproblematik, wie mehrere Anwohner während der vergangenen Sitzung des Rotthauser Präventionsrates bemängelten. Die Mülleimer vor den Ladenlokalen seien so überfüllt, dass die Coffee-To-Go-Becher auf den Behältern gestapelt werden. Der Präventionsrat lädt aufgrund dessen das Rotthauser Netzwerk, den Bürgerverein und den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zu einem Arbeitskreis ein, um das Becherproblem eindämmen zu können.

Raserei auf der Karl-Meyer-Straße

Während der Verkaufszeiten mangelt es auf der Karl-Meyer-Straße an Parkplätzen. Wie Andreas Lange, Inhaber des IT-Fachgeschäfts ALS Innodat, erklärte, liege das mitunter daran, dass einige Geschäftsbetreiber ihre Fahrzeuge dauerhaft auf den Parkflächen abstellen, obwohl dort eine begrenzte Parkdauer vorgesehen ist. „Parkscheiben werden gedreht wie es passt“, so Lange. Nach Ladenschluss bestehe zudem Gefahr durch Raser, die in der Tempo-10-Zone mit 50 km/h oder mehr unterwegs sind. Eine Geschwindigkeitskontrolle gestalte sich jedoch recht schwierig.  Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h anzuheben, würde ebenfalls nicht zum Ziel führen, so die Polizei. Sie rät jedoch, Ordnungswidrigkeiten und Verstöße jeder Art sofort zu melden, damit die Fälle in die Datenbank aufgenommen werden können.

Der KOD kontrolliert weiter

Melder von Auffälligkeiten müssen immer wieder mit Drohungen kämpfen. Durch fehlende Rückmeldungen des KOD entsteht bei vielen zudem der subjektive Eindruck, dass nichts gegen Straftaten unternommen würde. So reagierten zum Beispiel erst die Wasserbehörde und der Zoll, als die Vermutung einer illegalen Autowerkstatt an der Achternbergstraße gemeldet wurde. Der KOD versicherte aber, dass Rotthausen weiterhin ganz oben auf der Agenda steht, wenn es um Objektkontrollen geht.