Kampf gegen Müllsünder geht weiter

Gelsendienste-Chef Ulrich Husemann setzt auf saubere „Sechser“-Diesel: „Elektrofahrzeuge in Tests zu störungsanfällig“

(JP) Ulrich W. Husemann, Betriebsleiter der Gelsendienste war im Februar Gast beim Rotthauser Netzwerk. Er lobte die Zusammenarbeit mit den Institutionen, stellte die Situation im Stadtteil dar und nahm sich der Anmerkungen der Mitglieder an.

Zum wiederholten Mal war Ulrich W. Husemann Gast beim Rotthauser Netzwerk. „Ich komme gerne nach Rotthausen“, wie er sagte, denn „in Rotthausen passiert viel. Um sich von der Situation im Stadtteil ein Bild zu machen, war er Anfang des Jahres auch an dem Rundgang beteiligt, an dem die erste Bürgermeisterin Martina Rudowitz und Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer teilnehmen. Klaus Koschei, Vorsitzender des Netzwerks, lobte Husemann stellvertretend für die Arbeit der Gelsendienste in Rotthausen. So seien beispielsweise die von den Gelsendiensten angelegten Blumenwiesen sehr gut angekommen. Lob gab es zudem von Seiten der Mitglieder: „Der Friedhof sieht gut aus, und die Straßen sind verglichen mit dem gesamten Gelsenkirchener Stadtbild sauber.“

Kampf gegen den Müll
Husemann erklärte jedoch, dass es immer noch täglich zehn bis elf illegale Müllablagerungen gibt, wogegen man vorgehen müsse. Unwissenheit der illegalen Entsorger über das Angebot der Gelsendienste sei ein möglicher Grund. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Gelsendienste mit ihren großen Fahrzeugen nicht mehr in alle Straßen fahren dürfen. „Das betrifft vor allem die kleinen Straßen, denn die Wagen dürfen aus sicherheitstechnischen Gründen nur noch in ganz bestimmten Fällen rückwärtsfahren, da es in der Vergangenheit schon zu Todesopfern kam“, sagte er. Da es ein enormer Aufwand sei, die Touren entsprechend zu planen, bittet er alle Bewohner kleiner Straßen, die Mülltonnen an besser zugänglichen Stellen zu platzieren. Um selber Vorreiter in Sachen Umwelt zu sein, nutzen die Gelsendienste neue Dieselfahrzeuge mit Euronorm 6, die sauber sind. „E-Fahrzeuge sind keine Lösung, da sie in Tests wegen Anfälligkeiten nicht überzeugt haben.“