Interkulturelle Diskussion um Bildung und Betreuung

Bildungsdezernentin Annette Berg zu Gast beim internationalen Frauentreff – Mütter regen Hospitation von Schulkindern an

Beim internationalen Frauentreff diskutierte Annette Berg (M.), Bildungsdezernentin der Stadt Gelsenkirchen, mit den Teilnehmerinnen über Betreuung, Schule und Bildungswege.

(GI) Seit September 2017 gibt es ihn: den internationalen Frauentreff im Stadtteil Rotthausen, initiiert durch Bürgermeisterin Martina Rudowitz. Einmal monatlich organisiert die AWO die Veranstaltung im Quartierszentrum an der Karl-Meyer-Straße 6.

Im März waren wieder Frauen unterschiedlichster Herkunft – aus Bulgarien, Rumänien, Syrien, Moldawien, aber auch türkische und deutsche Frauen – der Einladung gefolgt. Es knubbelte sich geradezu in den Räumlichkeiten. Vielleicht oder gerade, weil sich die Gelsenkirchener Bildungsdezernentin Annette Berg angekündigt hatte, war das Interesse an diesem Nachmittag besonders groß.
Die Verwaltungsfrau referierte zum Thema Betreuung, Schulstruktur und Bildungswege. Vieles war offensichtlich nicht bekannt. So auch, dass die IFÖ- Schüler (Internationale Förderklassen), die nach zwei Jahren in die Regelklassen übergehen, diese Zeit nicht auf die Schuljahre angerechnet bekommen. Ebenso war ihnen die Schullaufbahn der Kinder von der Grundschule bis hin zu einem möglichen Studium so nicht bekannt. Vieles unterscheidet sich doch sehr von dem im eigenen Herkunftsland. „Wir vermissen die notwendigen Informationen“, beklagte eine Teilnehmerin. Einige Mütter berichteten zudem, dass ihre Kinder im normalen Unterricht säßen und oft nichts verstünden. Sie regten eine Hospitation in der Schule ihrer Kinder für sich an, damit sie verstehen können, was in der Grundschule geschieht. Martina Rudowitz erklärte, dass in Deutschland eine Schulpflicht besteht und dass ihr nachgekommen werden muss. Wichtig sei aber vor allem, dass die Kinder fit in der deutschen Sprache sind. Dies könne nur gelingen, wenn die Eltern die Kleinen untersützen und selbst an ihren deutschen Sprachkenntnissen arbeiten.

Am Montag, 17. April, um 15.30 Uhr findet der folgende Frauentreff im AWO Quartierszentrum statt.