„Insgesamt Positiv“

Präventionsrat diskutierte über Vandalismus, Schrottimmobilien, Schulschwänzer und Temposünder auf der Schemannstraße

(JP) Auch im letzten Quartal des Jahres 2017 tagte der Rotthauser Präventionsrat.  Ab sofort sind Peter Müller und Andreas Lange die führenden Kräfte des Rates und neuen Ansprechpartner. Unter den Anwesenden der Sitzung waren auch Vertreter des „Kommunalen Ordnungsdienstes“ (KOD) und der Polizei.

Die Polizei teilte mit, dass ein insgesamt positiver Eindruck des Stadtteils bestehe. Die Brennpunkte wurden bekämpft. Der KOD ging etwas weiter ins Detail: Zusammen mit der Polizei würden gemeinsamen Streifen durchgeführt und tägliche Protokolle angefertigt. Diese hätten Wirkung gezeigt. Man sei zu der Erkenntnis gekommen, dass der Vandalismus auf der Sportanlage „Auf der Reihe“ im Anschluss an die Spiele in den Nachtstunden stattfinden würde.

Der Vertreter des KOD sagte ebenfalls: „Das Siegel der Schrottimmobilie an der Lothringer Straße 54 wurde entfernt. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Deshalb hat die SEG das Haus gekauft und gesichert. Es fällt nicht mehr an den Vermieter zurück, sodass niemand dort einziehen kann.“

Polizei und KOD hielten  sich mit Auskünften zurück

Kaum Auskünfte gaben die beiden Vertreter jedoch zu der Cannabisplantage, die im Februar 2017 in einem Rotthauser Mehrfamilienhaus gefunden wurde. Die Frage von Bezirksbürgermeister Michael Thomas Fath, was mit dem Haus jetzt passiert, wurde unzureichend beantwortet, da man aufgrund laufender Ermittlungsarbeiten und datenschutzrechtlichen Gründen nichts zu dem Thema sagen könne.

Vereine widersprechen Polizei

In der Diskussion zum Vandalismus auf der Bezirkssportanlage „Auf der Reihe“, widersprachen die Vereinsvertreter des DJK TuS und SSV/FCA Rotthausen, Bernd Minnebusch und Holger Wilbrandt, der Polizei. „Die Tatzeiten können nicht nach den Spielen sein, da die Spiele immer am Wochenende stattfinden. Die Mehrheit der Taten geschehen freitags und ansonsten wochentags.“ Zudem würde die Anzeigenzahl zwar zurückgehen, sich die Zahl der Straftaten aber nicht verringern. Neben den beiden Schwerpunkten wurde das Dauerthema der Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Schemannstraße und der angrenzenden Tempo 30 Zone, sowie die in den Abendstunden trinkenden und randalierenden Jugendlichen angesprochen. Ordnungsamt und Polizei sollen zudem auf schulpflichtige Jugendliche achten, die sich innerhalb der Schulzeiten auf der Straße befinden.

Die nächste Sitzung des Rates findet am 3. März, um 18 Uhr an gleicher Stelle statt, denn „eine Verbesserung der Situation kann nur mit einer starken Beteiligung der Bürger und der Vertreter der ortsansässigen Einrichtungen erreicht werden.“ Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.