IAG und Netzwerk stellen sich vor

Besuchstour startet im August: Projektpartner knüpfen persönlichen Kontakt zu Arbeitgebern im Stadtteil – Bedarf kennenlernen

Jetzt wird‘s ernst: Ab August klingeln das Rotthauser Netzwerk und das Jobcenter Gelsenkirchen gemeinsam bei mehr als 100 Unternehmern im Stadtteil an. Sie stellen ihnen das Projekt „Perspektiven in Rotthausen“ vor und fragen gezielt nach Jobs.
Persönlichen Besuch bekommen alle Arbeitgeber, die mindestens drei Arbeitnehmer beschäftigen. Das sind in Rotthausen etwa 130 Firmen. „Wir wünschen uns, dass diese Firmen uns in Zukunft exklusiv freie Stellen melden, die wir an Langzeitarbeitslose aus Rotthausen vergeben können“, sagt IAG-Chef Dirk Sußmann. Die Partnerschaft ist keine Einbahnstraße. Deshalb informieren die Besucher die Unternehmen über die Unterstützungsmöglichkeiten, die das Jobcenter Arbeitgebern zur Verfügung stellt, damit die Wiedereingliederung der Zielgruppe in den Arbeitsmarkt gelingt.

Erster Auftritt gelungen: Der „Mobile Job Point“ des Integrationscenters Gelsenkirchen stellte sich beim Stadtteilfest vor – Interessierte lobten bürgernahes Angebot – Beratung und Gespräche am Stand

Perfekt vorbereitet hatten sich die Beraterinnen und Berater am „Mobilen Job Point“ des Integrationscenters für Arbeit Gelsenkirchen – das Jobcenter. Schließlich wollten sie Ende Juli beim Stadtteilfest „Spiel der Traditionen“ mit ihrem ersten Open-Air-Auftritt in Rotthausen einen guten Eindruck machen. Am Ende gab es nur zufriedene Gesichter: „Die Resonanz war durchweg positiv“, so IAG-Sprecherin Susanne Auth: „Viele Gäste lobten unser Angebot als bürgernah und waren erstaunt, dass ein Jobcenter einen solchen Service vor Ort anbietet.“

Raus aus den Amtsstuben, rein ins Quartier – so lässt sich das einzigartige Projekt „Perspektiven für Rotthausen“ auf einen kurzen Nenner bringen. IAG-Sprecherin Susanne Auth: „Durch den Aufbau eines starken Netzwerks im Stadtteil und eine feste Präsenz vor Ort wollen wir die Dynamik des örtlichen Arbeitsmarktes nutzen. Dafür machen wir ihn transparent und gehen zu den Menschen. Hierbei geht es nicht um Termine oder Formulare, sondern um Mobilität und noch mehr Service für die, die unsere Förderung und Forderung brauchen.“ Auch wenn den meisten Besucherinnen und Besuchern beim „Spiel der Traditionen“ mehr der Sinn nach Fußball stand, so begegneten sie dem IAG-Team doch mit großem Interesse. Rund 100 Personen – Arbeitslose und Arbeitssuchende – schauten am Stand nach neuen Stellen. Das Schnuppern blieb nicht ohne Folgen, sagt Susanne Auth: „Im Nachgang suchten zahlreiche Neu-Interessierte unser Job Point Ladenlokal an der Bahnhofstraße und in Buer auf, um ihre Suche weiterzuführen und zu vertiefen.“

Angebot und Nachfrage im Stadtteil zusammenführen

Auch Arbeitgeber statteten den Beratern am Stand einen Besuch ab und knüpften erste persönliche Kontakte zum Projekt „Perspektiven für Rotthausen“. Sie staunten nicht schlecht über das große Angebot an freien Stellen, das die Job Point-Experten an großen Stellwänden präsentieren konnten. Linda Kaufmann, Teamleiterin Job Point: „Der mobile Job Point hatte mehr als 850 aktuelle Stellenangebote aus Gelsenkirchen und dem näheren Umkreis im Gepäck, darunter auch freie Jobs von Rotthauser Betrieben. Wir hoffen sehr, dass durch die gezielte Arbeitgeberansprache im Stadtteil weitere Betriebe in Rotthausen unser Dienstleistungsangebot kennenlernen. Auf diese Weise wollen wir Arbeitgeber und Arbeitssuchende aus dem Stadtteil gezielt zusammenführen.“

Chancen für eine neue berufliche Perspektive

Zuversichtlich fällt auch das Urteil der IAG-Fachexpertin Susanne Kippermann aus, die das Perspektiven-Projekt koordiniert: „Die gelungene Premiere des Job Point Einsatzes in Rotthausen zeigt, dass es Arbeit gibt und damit Chancen für eine neue berufliche Perspektive. Das ist ein positives Signal für Rotthausen mit den besonderen Herausforderungen des Arbeitsmarktes.“

Erste Überlegungen für festen Standort im Quartier

Auch wenn der mobile Stand längst abgebaut ist, so bauen die Projektverantwortlichen
engagiert daran, „Perspektiven für Rotthausen“ fest im Stadtteil zu verwurzeln. Dazu soll eine Arbeitgeberkampagne beitragen, bei der das IAG gemeinsam mit Klaus Koschei, dem Vorsitzenden des Rotthauser Netzwerks, in den nächsten Wochen und Monaten rund 130 Rotthauser Arbeitgeber aufsuchen wollen. Parallel dazu gibt es erste Überlegungen für einen festen Standort im Quartier.

Mehr Informationen: www.iag-gelsenkirchen.de