Große Pläne: Revierpark soll attraktiver werden

Gute Aussichten für den Revierpark Nienhausen: Dr. Manfred Beck erläuterte die Planungen für die Sanierung des Parks bei der November-Sitzung des Rotthauser Netzwerks.

Sechs Mio. Euro EU-Fördergelder für Zukunft und Heimat: Nienhausen baut Angebote für Kinder und Jugendliche aus

(JP) Spritzige Modernisierung: Der Gesundheitspark Nienhausen soll kindgerechte Angebote rund um das Element Wasser bekommen.
Insgesamt erhält Nienhausen für dieses Vorhaben sechs Millionen Euro Fördergelder aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Freuen dürfen sich kleine und große Nienhausen-Fans u.a. auf ein blaues Klassenzimmer und eine Bachaue.

Erneuern, Umbauen, Entsiegeln

„Der Zustand des Parks ist nicht mehr wirklich gut“, gab Dr. Manfred Beck, ehemaliger Geschäftsführer des Revierparks Nienhausen, während der November-Sitzung des Rotthauser Netzwerks zu. „Das wird sich bis 2022 ändern.“

Das in den 1970er Jahren eröffnete Parkgelände, zu dem auch ein Frei- und Wellenbad gehören, krankt momentan noch an maroden Sport- und Spielplätzen, einer unübersichtlichen Wegstruktur und unansehnlichen Eingängen. Dr. Beck: „Wir werden Sitzgelegenheiten modernisieren und mit Schotter befestigte Freiflächen entsiegeln.“ Eingänge, Treppen und Wege sollen in Zukunft barrierefrei sein.

Blüteninseln für Bienen
Auf begrünten Freiflächen sollen Blüteninseln entstehen, die zur Förderung der Flora und Fauna betragen sollen. „So schaffen wir Nahrungsquellen für Insekten und Bienen. Es ist das erklärte Ziel, durch eine erhöhte Biodiversität die Attraktivität des Parks zu steigern. Wir sind mit Imkern im Gespräch und wollen einen kindgerecht aufbereiteten Insektenpfad entstehen lassen“, so Dr. Beck.

Zweiter Wasserspielplatz
Im Rahmen der Kampagne „Grüne Infrastruktur NRW“ will der Park Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung integrieren, die sich überwiegend an Kinder und Jugendliche richten. „Das Element Wasser spielt dabei eine entscheidende Rolle“, sagt Dr. Beck. Neben einem „Blauen Klassenzimmer“ wird in Kooperation mit dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen ein Wasserlabor eingerichtet, wo entsprechende Analysen durchgeführt werden können.

Zudem wird gemeinsam mit der Emschergenossenschaft eine Bachaue angelegt. Der alte Wasserspielplatz wird erneuert und um einen zweiten ergänzt. Beck verfolgt das Ziel, „dass jedes Kind in Gelsenkirchen einmal im Revierpark Nienhausen gewesen und etwas zum Thema Wasser erfahren haben soll.“ Auch zum Frei- und Wellenbad, das zum Revierpark dazugehört, gibt es Überlegungen. In Zukunft will man das Becken ganzjährig nutzen. Mithilfe eines Blockheizkraftwerkes werde genügend Wärme als Abfallprodukt erzeugt, um z.B. eine Traglufthalle beheizen zu können.“ Die Anträge für die Projekte sind schon gestellt, die Planungsphase hat bereits begonnen. Parkchef Beck: „Es gibt noch viel zu tun.“