Gestärkt in das Frühjahr

So einfach geht das: Mit kreativen Fastenkuren neue Energie tanken!

Das Jahr ist noch ganz frisch. Manche guten Vorsätze wurden bereits verworfen, an anderen wird festgehalten. Ganz oben auf der Liste steht eine gesunde und bewusste Lebensweise. Manch einer möchte ein paar Kilos hinter sich lassen. So liegt der Gedanke nahe, sich den wachsenden Trends des Fastens anzuschließen. Insbesondere ab Aschermittwoch ist Fasten ein Thema. In Vorbereitung auf Ostern beginnt für viele die Fastenzeit. Bis Karsamstag wird auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol und Zigaretten verzichtet.

Thora Strajhar

Die Beweggründe für eine Fastenzeit sind also von unterschiedlichster Natur. Die Einhaltung des Glaubens, der Wille, gesetzte Vorsätze einzuhalten oder einfach der Wunsch nach einer Auszeit, in der sich auf das Wesentlichste konzentriert wird. Ganz gleich welche Motivation hinter der Fastenzeit steckt, es zählt zu den ältesten Naturheilverfahren. Körper und Geist fahren runter, eine innere Ruhe stellt sich ein. Spätestens nach dem das erste Magenknurren verflogen ist …

Eines vorneweg: Es wird dringend von absoluten Nulldiäten und den kompletten Verzicht von Nahrung abgeraten. Fasten ergibt nur dann einen Sinn, wenn Sie sich dabei wohlfühlen und für sich den richtigen Fasten-Ansatz finden. Fasten kann schon einfach mal mit dem Verzicht auf das Handy beginnen, oder die ständige Anspruchshaltung an sich selbst.
Wenn Sie die Absicht haben, eine richtige Fastenkur durchzuführen, sollten Sie zunächst mit Ihrem Hausarzt sprechen, ob es für Sie gesundheitlich unbedenklich ist. Auch die hier vorgestellten schonenden Fastenkuren sollten vorher abgeklärt werden. Zudem sollten Sie immer darauf achten, Ihren Körper langsam auf das Fasten, sprich auf die verminderte Nahrungszufuhr, vorzubereiten und nach der Kur langsam wieder in die Alltagsernährung überzugehen.
Wird all das beherzigt, können Sie mit der Fastenzeit einen positiven Effekt für Ihre Gesundheit erzielen. Durch die gesteigerte Stoffwechselaktivität wird die Immunabwehr unterstützt, Allergien vorgebeugt und Ihr Herz- und Kreislaufsystem gestärkt. Bei einer richtigen Anwendung des Fastens sollte auch ein nicht allzu großes Hungergefühl aufkommen und Ihre Leistungsfähigkeit vollkommen erhalten bleiben. Durch die verstärkte Disziplin stellen sich eine wachsamere Selbstwahrnehmung und ein entspanntes Körpergefühl ein. Letztendlich können Sie auch, sofern gewünscht, das ein oder andere Kilo dabei verlieren.

Es gibt unendlich viele Fastenkuren. Wir möchten Ihnen drei beliebte Kuren vorstellen, die Sie selbst abwechslungsreich gestalten können.

Hildegard von Bingen – Kräuter im Zentrum des Fastens

Im Fokus dieser Fastenkur der bekannten Nonne und Naturärztin steht nicht maßgeblich die Entgiftung und Entschlackung, sondern eine innere Ruhe, die eine heilende Wirkung haben soll.
Die Kur startet mit einem Eingewöhnungs-Tag, in dem leichte Kost zu sich genommen wird. In den folgenden Tagen ist eine Kalorienzufuhr von bis 800 Kalorien am Tag vorgesehen. Ein bis zweimal am Tag wird eine Gemüsebrühe mit vielen frischen Kräutern nach Wahl und Dinkelschrot verzehrt. Fencheltee, gedünstete Äpfel und ausreichende Bewegung sollen die Bingen-Fastenkur begleiten.
Eine feste Dauer der Kur ist nicht vorgegeben. Bereits einzelne Tage können schon ein inneres Gleichgewicht und Erholung bringen.

F. X. Mayr – Fastenkur mit Brötchen

Zugegeben, es hört sich zunächst skurril an, wenn eine Kur auf Brötchen und Milch basiert.
Tatsächlich soll das Zusammenspiel von Gemüsebrühe und Kräutern, mit einem in Milch getränkten altbackenen Brötchen, den Darm schonend säubern und entlasten. Daher ist sie besonders für Menschen mit Verdauungsproblem geeignet. Diese Kombination sollten Sie zweimal am Tag zu sich nehmen.

Empfohlen wird eine Dauer von rund drei Wochen. Somit handelt es sich um eine längere Fastenkur.

Basenfasten – Essen mit Gleichgewicht

Das Basenfasten nach Dres. Sabine und Andreas Wachten ist kein klassisches Fasten. Vielmehr geht es darum, mehr auf sich und den Körper zu achten. Es darf ausreichend gegessen werden, aber mit Bedacht. Ziel ist es, von übersäuerten Lebensmittel abzusehen, die zum Beispiel Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen können. Daher sollte in dieser Zeit auf saure Speisen wie Käse oder auch Fleisch verzichtet werden. Zu den basischen Lebensmitteln gehören Gemüse wie Gurke, Fenchel oder auch Aubergine. Die Kur kann bis auf eine Woche angelegt werden.
Ungeachtet dessen, ob und für welche Fastenkur Sie sich entscheiden – wichtig ist, dass Sie es mit Freude genießen.