Gemeinde trauert um Reiner Kudies

Leiter des Roki-Cafés verstarb im Alter von 67 Jahren

Seine Kirche lag ihm am Herzen: Am 24. Oktober verstarb plötzlich und unerwartet Reiner Kudies, seit 2004 Presbyter und Finanzkirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen im Alter von 67 Jahren.

Als Bevollmächtigter führte er die Gemeinde mit in die Vereinigung zur Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. Gewissenhaft und mit großer Übersicht verwaltete Reiner Kudies den gemeindlichen Haushalt. Im Spenden-Projekt zur Restaurierung der Kirchen-Orgel und später der Rotthauser Kirche wirkte er maßgeblich mit. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz, mit dem er um Spenden warb, wäre es nicht möglich gewesen, die schönen, neuen Register in die Orgel einzubauen, erinnert sich Pfarrer Rolf Neuhaus. Den neuen Boden der Orgel,- und der Turmempore legten Reiner Kudies und Küster Hans Kiersznowski gemeinsam. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Presbyters blieb er der Gemeinde treu.
Als Leiter des Roki-Cafés lernte er, die besten Kuchen zu backen, und tat alles dafür, dass die Besucher sich willkommen und gut bedient fühlten. Ob es dabei um Stutenkerle ging, die an die Kinder der Nikolausfeier verteilt wurden, um die Bibeln für die Konfirmandinnen und Konfirmanden, um eine Spende für das Frauenhaus, für die Kuba-Hilfe oder für die Katastrophenhilfe der Diakonie: Es war ihm wichtig, mit den Erlösen aus dem Café Gutes zu tun, sie einzusetzen für gemeindliche, soziale oder ökumenische Aufgaben.

Dass es zur Verantwortung des Glaubens gehört, sich für andere einzusetzen, war Reiner Kudies feste Überzeugung. Wenn es sein musste, ging er dafür auch lange Wege. Pfarrer Rolf Neuhaus: „Wir werden Reiner Kudies vermissen, sein Mitdenken und Mitreden, seine Beharrlichkeit.
Möge er nun schauen, worauf er in seinem Leben vertraut hat, dass, ob wir nun leben oder sterben, wir in Gottes Liebe geborgen sind.“