Früher war alles besser!?

Heute gibt‘s mehr Grün als Grau: Ein Kommentar von Georg Gerecht

Früher war alles besser. So hört man manchmal Vertreter älterer Generationen sagen. Zugegeben: Früher konnte man durch die Karl-Meyer-Straße noch in beiden Richtungen fahren. Früher kostete ein Glas Bier nur 30 Pfennig. Früher war der Mechtenberg viel größer. Und früher konnte man in fast jedem Winter in Rotthausen Schlitten fahren.

Aber so grün wie heute war es früher nicht immer in und um unseren Stadtteil. Im Norden bieten Grünanlage und Sportanlage Auf der Reihe, Gesundheitspark Nienhausen und der Stadtgarten Gelegenheit, auf etlichen Kilometern zu wandern, joggen oder radzufahren. Im Westen liegt der parkähnliche Rotthauser Friedhof mit seinen ca. 15 Hektar Fläche. Für Ruhesuchende ein Ort zu verweilen. Ebenfalls im Westen hat Rotthausen seinen Anschluss an die grünen Radtrassen – hier als Zollverein Weg. Schnell erreicht man mit dem Rad den Rhein-Herne-Kanal, den GE-Zoom oder die Jahrhunderthalle in Bochum. Südlich von Rotthausen erstreckt sich der Landschaftspark Mechtenberg bis zum neuen Radschnellweg. Ein hervorragendes Wegenetz, größtenteils betrieben vom Regionalverband Ruhrgebiet, schafft Verbindungen nach Kray und nach Ückendorf. Hierbei wird das zerschneidende Band der Hattinger Straße mit einer imposanten Brücke für Fußgänger und Radfahrer überspannt. Im Osten wird unser Stadtteil vom Industriewald Rheinelbe sowie einer Reihe von Kleingartenanlagen flankiert. Und im Inneren Bereich von Rotthausen finden wir Alleen mit altem Baumbestand wie an der Schwarzmühlenstraße, an der Kraspothshöhe oder auch an der Mechtenbergstraße.
Mein Fazit: Früher war einiges besser, aber auch vieles grau. Heute ist nicht alles gut, aber dafür vieles grün.