Experten auf dem Spielplatz

Die Schüler der Klasse 2a der Grundschule Mechtenberg haben die Spielplätze in Rotthausen einem Qualitätscheck unterzogen

Achtung: Experten am Werk! Im Rahmen der Quartierserneuerung in Rotthausen sollen die teilweise sehr veralteten Spielplätze wieder auf Vordermann gebracht werden – da sind Kinder natürlich die besten Kritiker. Zusammen mit Klassenlehrerin Isabell Klaile und Vertretungslehrer Julian Frank begaben sich die 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a der Grundschule Mechtenberg zum Spielplatz-Check.
Mit Stift und Zettel toben die jungen Schüler der Grundschule Mechtenberg auf dem Spielplatz an der Steeler Straße. Ein normaler Schulausflug? Weit gefehlt, denn die Kinder beurteilen den Spielplatz nach strengen Kriterien wie Hygiene und Zustand der Geräte. „Also für die Sauberkeit bekommt der Spielplatz von mir eine 6“, sagt der achtjährige Tristan. Sein hartes Urteil weiß der Kleine deutlich zu begründen: „Hier liegen überall Glasscherben und Coladosen rum. Wenn man stolpert, ist das gefährlich!“ Die kleine Azra, ebenfalls acht Jahre alt, ergänzt die Liste an Mängeln: „Auf dem Klettergerüst stehen überall schlimme Wörter, und es ist morsch.“ Ganz klar, hier muss was getan werden.

Ein Ort, um Freunde zu treffen

„Wir besuchen heute fünf Spielplätze. Zur Bewertung haben die Kinder eine Checkliste entworfen“, erklärt Isabell Klaile. Die 26-jährige Grundschullehrerin, die selbst in Rotthausen aufgewachsen und zur Grundschule Mechtenberg gegangen ist, nimmt mit ihren Schülern an der Stadterneuerung in Rotthausen teil. Im Zuge des Projekts sollen auch die Spielplätze renoviert und zeitgemäß gestaltet werden. Auch soll geschaut werden, wo noch Spielplätze fehlen würden. „Die Kinder sind wirklich sehr kritisch und nehmen das Projekt ernst. Spielplätze sind für sie ein wichtiger Ort: um Freunde zu treffen, oder an die frische Luft zu kommen, wenn die Eltern keinen Garten oder Balkon haben.“

Stadterneuerungsprojekte soll Spielplätze zeitgemäß machen

„Die Spielplätze in Rotthausen sind so veraltet, dass ich mich bei ihrem Anblick in meine eigene Kindheit zurückversetzt fühle“, beschreibt Andreas Beilein von der Stadterneuerung. Auch er sieht auf dem Gebiet dringenden Handlungsbedarf. „Die Spielplätze müssen interessanter gestaltet werden.“ Auch er wird die Spielplätze in Rotthausen besichtigen und seine Ergebnisse mit den Kindern besprechen. Die besten Ideen sollen umgesetzt werden. „Wir streben eine Ratsbeschluss im Herbst an“, so Beilein. „Das Stadtteilerneuerungsprojekt soll fünf bis sieben Jahre laufen: in jedem dieser Jahre wollen wir einen Spielplatz in Rotthausen verbessern.“