Engagiert im Dreierpack

Peter Müller vereint sein Engagement im Rotthauser Netzwerk, Präventionsrat und dem Tennisclub

(JP) Nach seinem Berufsleben als Lehrer engagiert sich Peter Müller (63) in drei Stadtteilinstitutionen. Er ist Netzwerkmitglied, Sprecher des Präventionsrats und Vorsitzender des Tennisclubs. Der Weg, der ihn dorthin führte, ist allerdings nicht gewöhnlich.

Bis Sommer 2017 war Müller Lehrer am Grillo-Gymnasium und wohnt seit fast fünf Jahren in Rotthausen. Mehr als 40 Jahre übte er seinen Beruf aus und führte in dieser Zeit so manchen Schüler zum Abitur. Mit 63 verließ er die Schule. Ein Generationswechsel vollzog sich am Grillo-Gymnasium, samt neuer Schulleitung und jungem Kollegium. „Das war auch der Grund, warum ich aufgehört habe“, so Müller. Doch Langeweile kommt bei ihm nicht auf. Netzwerk, Präventionsrat und jetzt auch noch Vorsitzender des TC Rotthausen. Müllers Terminkalender ist immer voll.
Vom Handball zum Tennis

Als ehemaliger Sportlehrer hat Müller viel ausprobiert. „Als alter Handballer habe ich nebenbei noch Badminton gespielt. Mit Tennis habe ich eigentlich viel zu spät angefangen und es eher schlecht als recht gemacht. Aber es macht mir Spaß“, schmunzelt er. Früher spielte er in Wattenscheid, jetzt ist er für den TC Rotthausen in der Herren60-Mannschaft aktiv. Dass er vor kurzem zum Vorsitzenden ernannt wurde, geschah eher zufällig. „Ich wurde gefragt, ob ich nicht etwas in dem Verein machen möchte. Vielleicht Platzwart, das wäre mir egal gewesen, aber Vorsitzender war ich noch nie“, erklärt er. Der Tennissport war es auch, der Müller zum Rotthauser Netzwerk brachte. Der ehemalige Lehrer stand zusammen mit Klaus Koschei, Vorsitzender des Rotthauser Netzwerks auf dem Tennisplatz, als dieser ihn fragte, ob er nicht mitmachen wollen würde. „Dann bin ich zur nächsten Sitzung gegangen und fand es gut, wofür das Netzwerk steht. Außerdem konnte ich so verhindern, dass ich nach dem Berufsleben, von 100 auf null runterfahre.“ Zusammen sieht Müller die Chance, für den Stadtteil Gutes zu erreichen.  Dazu beitragen soll auch der Rotthauser Präventionsrat, den er zusammen mit Andreas Lange leitet. „Es macht Spaß, mit der Polizei, dem Ordnungsdienst und den anderen beteiligten Personen zu arbeiten“, sagt Müller. Mit dem Rückgang der Kriminalität auf der Bezirkssportanlage „Auf der Reihe“ und weiteren Verbesserungen konnten auch schon die ersten Erfolge gefeiert werden.