Endlich: neue Buslinie startet am 1. Juli

Von Rotthausen in die Feldmark und wieder zurück: Die Vorfreude ist groß – Zweimal stündlich fährt die 388

(JP) Mit dem Fahrplanwechsel am 1. Juli nehmen die Fahrzeuge der neuen Linie 388 ihre Touren durch Rotthausen und die Feldmark auf. Bürgerinnen und Bürger erreichen beide Stadtteilzentren nun ganz ohne Umsteigen.  Auch das Marienhospital in Ückendorf und das evangelische Krankenhaus in der Altstadt werden mit der Linie 388 verbunden. Die Haltestellen werden zweimal pro Stunde von zwei Bussen angefahren. Der Linienbetrieb wird in einer dreijährigen Testphase erprobt.

Freude und Fragezeichen: Linie 388 löst nicht alle Verkehrsprrobleme

21 Haltestellen – 30 Minuten Fahrtzeit – Zwei Busse für je bis zu 70 Fahrgäste – Drei Jahre Testphase

Seit 2014 hat das Rotthauser Netzwerk fast fünf Jahre mit der Politik, der Bogestra und den Bürgern daran gearbeitet, eine Direktverbindung zwischen Rotthausen und der Feldmark zu realisieren. Tobias Zobel vom Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen und Richard Ziolkowski von der Bogestra wiesen bei der März-Sitzung des Rotthauser Netzwerks dennoch auf einige Probleme hin.

Etwa eine halbe Stunde wird die Linie 388 für insgesamt 21 Haltestellen benötigen. Montags bis samstags fahren zwei Busse mit jeweils bis zu 70 Fahrgästen an Bord die Route von 6 bis 20 Uhr zweimal stündlich ab. Sonn- und feiertags können Fahrgäste die Linie von 11 bis 20 Uhr nutzen. „Das ist allerdings ein erster Ansatz. Sollte die Auswertung der dreijährigen Testphase ergeben, dass die Betriebszeiten nicht ausreichen, können diese verlängert werden“, erklärte Tobias Zobel.

Damit ausreichend Ein- und Aussteigemöglichkeiten für den Linienverlauf vorhanden sind, müssen einige Haltestellen neu geschaffen werden. „Die Stationen an der Overwegstraße, Feldmarkstraße und Hans-Böckler-Allee werden neu eingerichtet oder weiter kenntlich gemacht. Aktuell sind dort nur unscheinbare Schilder für den Nachtexpress angebracht“, erläuterte Zobel. Es kann jedoch beim Ein- und Aussteigen zu Schwierigkeiten kommen. Verkehrsplaner Richard Ziolkowski bittet diese zu entschuldigen: „Wir haben das Programm ‚Niederflurgerechter Ausbau von Bushaltestellen‘ zwar aufgelegt, wegen der Testphase werden die neuen Haltestellen aber noch nicht dementsprechend ausgebaut. Dennoch wurden breitere Fußwege für die Stationen ausgewählt.“ Dabei nehmen Stadt und Bogestra in Kauf, dass Seitenstreifen mit Parkplätzen wegfallen. „An der Haltestelle Schwarzmühlenstraße wird auf einer Länge von 20 Metern das Parken verboten. Es fallen fünf Stellplätze auf jeder Seite weg“, räumte Zobel ein.

Im Berufsverkehr mit Verspätungen rechnen

Trotz sorgfältiger Planung müssen Fahrgäste zu den Hauptverkehrszeiten im Berufsverkehr mit Verspätungen rechnen. „Verzögerungen lassen sich nur selten vermeiden. Wir haben die Problemstellen, wie an der Schwarzmühlenstraße und an der Kreuzung Junkerweg/Hattinger Straße, im Hinterkopf“, versicherten Zobel und Ziolkowski. Beide wiesen zudem darauf hin, dass es in Bochum ebenfalls noch eine Buslinie mit der Ziffer 388 gibt. Beide Verbindungen werden sich aber nicht in die Quere kommen.